NABU-Gruppen rücken zusammen

Cuxhaven, Osterholz, Stade und Rotenburg planen gemeinsame Geschäftsstelle

NABU-Landesvorsitzender Holger Buschmann freut sich über die Kooperation
NABU-Landesvorsitzender Holger Buschmann freut sich über die Kooperation

Die NABU-Gruppen im Elbe-Weser-Dreieck rücken näher zusammen. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten die Vorsitzenden aus den Landkreisen Cuxhaven, Osterholz-Scharmbeck, Stade und Rotenburg sowie der Landesvorsitzende Dr. Holger Buschmann jetzt in Bremervörde. Beabsichtigt wird die Einrichtung einer Regionalgeschäftsstelle (RGS).

 

Die Einrichtung der RGS erfolgt, sobald die Finanzierung gesichert ist. Hauptaufgabe ist es, die in den zugehörigen Landkreisen tätigen Gruppen im organisatorischen Bereich zu unterstützen und so das ehrenamtliche Engagement im Naturschutz langfristig zu erhalten und auszubauen. Buschmann: „Die Aktivitäten unserer Gruppen vor Ort sind sehr vielfältig. Im Frühjahr Schutzzäune an die Straßen stellen, damit Kröten und Frösche ihre Laichgewässer sicher erreichen. Gemeinsam eine Streuobstwiese pflegen. Die alte Allee vor der Kettensäge retten und sich auf dem Weg zur Arbeit täglich daran freuen. So macht Naturschutz Spaß.“

 

Um das Zusammenrücken der Gruppen im Elbe-Weser-Dreieck von Anfang an möglichst konkret werden zu lassen, hat die NABU-Umweltpyramide mit Unterstützung der Hanns-Neumann- und der Bingo-Umweltstiftung ein Projekt aufgelegt, dass sich auf alle vier beteiligten Landkreise bezieht. Unter der Überschrift „Neue Wege zur Artenvielfalt“ geben die Fachleute des Umweltbildungszentrums den Aktiven vor Ort Hilfestellung dabei, konkrete eigene Naturschutzvorhaben zu planen und umzusetzen – vom neuen Amphibienteich über die Obstwiese und die Vogelschutzhecke bis hin zur blühenden Schmetterlingswiese und dem renaturierten Bach.

 

Landesweit hat der NABU derzeit knapp 90.000 Mitglieder. Zu den Gruppen im Elbe-Weser-Dreieck gehören derzeit rund 7.100. Mit ihnen hat sich die inzwischen siebte Region in Niedersachsen auf den Weg gemacht, die Zusammenarbeit mit Unterstützung des Landesverbandes auszubauen. Ähnliche Absichtserklärungen beziehungsweise bereits bestehende Regionalgeschäftsstellen gibt es in Oldenburg, Emsland/Grafschaft Bentheim, Ostfriesland, Südostniedersachsen, Nienburg und im Weserbergland.

 

Plötzlich sind die Schüler die Fachleute

NABU und Rotenburger Werke gestalten Workshops auf Pädagogen-Tagung

Gemeinsam mit Lehrerin Susanne Knief (von links) erklärten Lisa Oltersdorf, Robert Krause und Lara-Joy Dierks von der Berufsschule der Rotenburger Werke den versammelten Pädagogen, worauf beim Verfassen von Texten in einfacher Sprache zu achten ist
Gemeinsam mit Lehrerin Susanne Knief (von links) erklärten Lisa Oltersdorf, Robert Krause und Lara-Joy Dierks, worauf beim Verfassen von Texten in einfacher Sprache zu achten ist

 

„Inklusion am Beispiel des Projektes Einfache Sprache im Mitmach- und Erlebnisgarten am Hartmannshof.“ Das war der Titel eines zweiteiligen Workshops im Rahmen der diesjährigen Landestagung für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Schneverdingen. Die Referenten: Lisa Oltersdorf, Robert Krause und Lara-Joy Dierks mit ihrer Lehrerin Susanne Knief von der Berufsbildenden Schule der Rotenburger Werke sowie Markus Steinbach und Roland Meyer von der NABU-Umweltpyramide in Bremervörde.

 

An den beiden Workshops nahmen jeweils gut 20 Pädagogen aus Regionalen Umweltzentren in ganz Niedersachsen teil. Unter Anleitung der jungen Fachleute aus Rotenburg machten sie erste Erfahrungen im Übertragen biologischer Fachtexte in Einfache Sprache. „Die Beschränkungen – unter anderem auf kurze, klare Hauptsätze und möglichst einfache Substantive und Verben – bauen Barrieren ab. Dann können auch Menschen mit Auffassungsschwierigkeiten, Grundschulkinder und ausländische Mitbürger Nutzen zum Beispiel aus Infotafeln an Naturerlebnisstationen ziehen“, erläuterten die Schüler. Lehrerin Knief ergänzte: „Die Kunst ist, die Inhalte so weit zu reduzieren, dass nur das Wesentliche erhalten bleibt. Zugleich dürfen bei aller Vereinfachung keine sachlichen Fehler entstehen.“

 

Schon vor zwei Jahren beim Bau des Mitmach- und Erlebnisgartens in Rotenburg hatte der NABU Susanne Knief und ihre Klasse für Heilerziehungspflege gewonnen, alle großen Infotafeln in Einfache Sprache zu übertragen. „Da hatten wir eine gewisse Vorreiterrolle. Das Konzept stößt in vielen Umweltbildungseinrichtungen auf Interesse. Daher jetzt auch der gut nachgefragte Workshop“, sagt Roland Meyer, Vorsitzender des örtlichen NABU.

 

Die beiden Veranstaltungen waren eingebettet in eine von der Landesschulbehörde ausgerichtete zweitägige Zusammenkunft von mehr als 100 Pädagogen. Überschrift: Miteinander und voneinander lernen. In einem Impulsvortrag zu Beginn hatte Professor Matthias Barth von der Universität Lüneburg darauf hingewiesen, welch hohe Bedeutung Lernsituationen mit Gruppen hätten, in denen auf Augenhöhe mal die einen und mal die anderen die Experten seien. Markus Steinbach, pädagogischer Leiter der NABU-Umweltpyramide: „Das ist beim Mitmach- und Erlebnisgarten und auch auf unseren Workshops beispielhaft gelungen. Die Schüler waren die Fachleute für Inklusion und Einfache Sprache. Und die Mitarbeitenden der Umweltzentren hatten das Knowhow zur Biologie. Das gab interessante Diskussionen. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen“.

 

Nach einer Einführungsphase teilten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen auf. Sie hatten den Auftrag, zwei vorbereitete Texte zu Schmetterlingen und zu Insektenhotels in Einfache Sprache zu übertragen. Die Ergebnisse werden nun genutzt, um die Beschilderung im Außengelände der NABU-Umweltpyramide in Bremervörde zu ergänzen.

 

 

2.944 Quadratmeter für die Natur

Rentnerin aus Scheeßel schenkt dem NABU ein Waldgrundstück

 Handschlag beim Notar: Gesa Schiekel aus Scheeßel weiß ihr Grundstück als Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen beim NABU in guten Händen
Handschlag beim Notar: Gesa Schiekel aus Scheeßel weiß ihr Grundstück als Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen beim NABU in guten Händen

2.944 Quadratmeter für die Natur: Dafür dankt der NABU Rotenburg Gesa Schiekel aus Scheeßel sehr herzlich. Die Rentnerin hat den Naturschützern ein Grundstück in der Nähe von Büschelskamp geschenkt. „Ich hatte keine Verwendung dafür. Jetzt ist es in guten Händen“, sagt sie.

 

Bei der Fläche handelt es sich um einen Teil eines kleinen Birkenwäldchens, das auf Moorboden mit ehemaligen Handtorfstichen herangewachsen ist und seit langem nicht mehr genutzt wird. „Inmitten der umgebenden Maisäcker stellt es ein Rückzugsgebiet für die Natur dar. Das soll auch so bleiben“, sagt Roland Meyer, Vorsitzender des örtlichen NABU.

 

In den vergangenen Jahren ist es mehrfach vorgekommen, dass Grundeigentümer dem Verein Grundstücke geschenkt haben, damit diese für den Haushalt der Natur erhalten oder sogar noch aufgewertet werden können. Zuletzt waren das Ende 2013 eine gut 7.000 Quadratmeter große Hecken- und Waldfläche bei Helvesiek und im Herbst 2014 ein ebenso großes Grünland- und Waldgrundstück an der Veerse.

 

Den meisten Stiftern geht es vor allem darum, dauerhaft Freiräume für Tiere und Pflanzen zu sichern. Das ist klasse. Natürlich übernehmen wir alle Kosten und stellen gerne auch Spendenbescheinigungen über den Wert der Flächen aus“, sagt Meyer.

Nistkästen jetzt reinigen

NABU: Die künstlichen Höhlen sind auch als Winterquartiere beliebt

Die Reinigung sollte ohne Chemie erfolgen. Meist genüge kräftiges Ausfegen, rät der NABU
Die Reinigung sollte ohne Chemie erfolgen. Meist genüge kräftiges Ausfegen, rät der NABU

 

Der NABU Rotenburg ruft dazu auf, Nistkästen jetzt zu reinigen. Holger Bargemann, einer der Vogelexperten des Vereins: „Jetzt ist die beste Zeit, das alte Nistmaterial herauszunehmen. Alle Bruten sind lange beendet, und die Kästen sind noch nicht von anderen Tieren als Winterquartiere besetzt.“ Die Reinigung sei wichtig, weil sich in den alten Nestern oft Parasiten aufhielten, die den Vögeln zu schaffen machten, wenn diese sie wieder bezögen. „Und in der Regel suchten die Vögel die Kästen nicht erst im kommenden Frühjahr zur Brut wieder auf, sondern bereits in Winternächten; um sich vor der Kälte zu schützen.“

 

Die Reinigung sollte auf jeden Fall ohne Chemie erfolgen. "Es genügt, das Nest herauszunehmen, den Kasten kräftig auszufegen und, wenn er sehr verschmutzt sein wollte, mit heißem Wasser zu säubern“, sagt Bargemann, der selbst im Raum Hastedt und Worth rund 100 Kästen betreut. Er rät, bei der Arbeit Handschuhe zu tragen, um keine unliebsamen Begegnungen mit Vogelflöhen zu machen.

 

 

Wer reinigt, hat zugleich eine Kontrolle, welchen Bruterfolg die zurückliegende Saison gebracht hat. Sind vielleicht sogar zwei Bruten erfolgt, weil zwei Nester übereinander gefunden wurden? Liegen noch Eier oder tote Jungvögel im Nest? Hatten sich Untermieter wie Hummeln angesiedelt? Daraus können laut Bargemann Schlüsse über die Qualität des Gartens oder Parks als Lebensraum für die Vögel gezogen werden. „Und wenn alle oder fast alle Kästen besetzt waren, sollte das ein Ansporn sein, weitere aufzuhängen."

 

Mit Karren, Quads und Bagger

NABU-Mitglieder bessern Wanderweg am Bullensee aus

Gemeinsame Arbeit schafft Gemeinschaft: NABU-Mitglieder (von links: Wilfried Haltermann, Lutz Bauche, Antje Meyer, Birte Weber, Georg Radlanski) beim Ausbessern des Butterweges.
Gemeinsame Arbeit schafft Gemeinschaft: NABU-Mitglieder (von links: Wilfried Haltermann, Lutz Bauche, Antje Meyer, Birte Weber, Georg Radlanski) beim Ausbessern des Butterweges.

 

Viele Hände, Quads und ein Bagger machen der Arbeit ein schnelles Ende: Nach diesem Motto haben jetzt 15 NABU-Aktive ein weiteres Teilstück des so genannten Butterwegs im Wanderwegesystem an den Bullenseen ausgebessert. Nachdem die Naturschützer bereits vor einigen Monaten den Südteil der Strecke renoviert, war nun der Mittelteil an der Reihe.

 

Die Außendienstmitarbeiter des Amtes für Naturschutz hatten den Einsatz gut vorbereitet. „Weil dabei auch ein Steg verbreitert wurde, konnten wir außer mit unseren Schiebkarren einen guten Teil des Materials mit zwei Quads und Anhängern transportieren“, bedankt sich NABU-Mann Roland Meyer: „Dadurch wird es für den Landkreis und für uns auch zukünftig einfacher, den Weg in Schuss zu halten.“ Dafür, dass auch das Aufladen der Hackschnitzel schnell von statten ging, sorgte Jörg Weber vom NABU mit einem Minibagger, den Firma Hannig aus Grasberg dem Naturschutzbund geliehen hatte.

 

Der NABU weist darauf hin, dass kleine Plastikschnipsel, die seit bestimmt einem Jahr immer mal wieder auf manchen Wegen liegen, von einem bisher unbekannten Täter verteilt worden sein müssen. Vermutlich setze der sein Werk noch fort. Meyer: „Das ist ein Ärgernis. Wer die Person dabei beobachtet, sollte sie sich gut einprägen und uns oder der Kreisverwaltung einen Hinweis geben.“

 

Sonntags Leihferngläser und Spektiv

NABU-Kranichwagen steht bei Appel / Ehrenamtliche Ranger informieren

Nach getaner Arbeit eine gemütliche Tasse Kaffee: Udo Frey, Klaus Lusch, Bodo Lutz, Jörg Schmidt und Manfred Tödter (von links) vom NABU haben den Kranichwagen für die Zugzeit vorbereitet.
Nach getaner Arbeit eine gemütliche Tasse Kaffee: Udo Frey, Klaus Lusch, Bodo Lutz, Jörg Schmidt und Manfred Tödter (von links) vom NABU haben den Kranichwagen für die Zugzeit vorbereitet.

 

Tausende von Kranichen rasten im Landkreis Rotenburg. Damit man sie beobachten kann, ohne zu stören, hat der NABU einen speziellen Wagen zwischen Appel und Stemmen aufge- baut. Besonderer Service: Sonntags ab etwa zwei Stunden vor bis Sonnenun- tergang informieren dort ehrenamtliche Ranger über die Biologie und das Zugverhalten der großen Vögel. Sie halten Leihferngläser bereit und bauen ein Spektiv auf. Aber auch an allen anderen Tagen kann der Wagen ge- nutzt werden, dann auf eigene Faust.

 

Die Rast bei uns dient den Kranichen dazu, sich Fettreserven für den Weiterflug nach Spanien anzufressen“, erklärt Roland Meyer vom NABU. Störungen schwächten die Tiere unnötig. Besonders an Wochenenden seien die Beobachtungstürme etwa im Tister Bauernmoor und im Huvenhoopsmoor jedoch ziemlich überfüllt. „Daher haben wir für die Zugzeit bis Ende November jetzt zusätzlich einen umgebauten Treckeranhänger aufgestellt. Wer den nutzt, wird von den Kranichen nicht gesehen und sitzt außerdem bequem“, sagt Meyer.

 

Der Wagen steht etwa 300 Meter von Appel entfernt dicht an der kleinen Straße nach Stemmen. Meyer: „Wir danken den Eigentümern, der Familie Selkirk von Gut Appel, und natürlich dem Pächter Carsten Dressler vom Moorweghof in Königsmoor, die den Platz zur Verfügung stellen.“

 

Die Wahrscheinlichkeit, die grauen Trompeter vom Beobachtungswagen aus zu sehen und zu hören, ist besonders in den späten Nachmittagsstunden bis hin zum frühen Abend hoch. „In der Nähe befindet sich ein Vorsammelplatz. Da kommen oft viele Vögel nach dem Fressen von den abgeernteten Maisäckern zusammen, um kurz vor Sonnenuntergang gemeinsam zum Übernachten ins nahe Moor zu fliegen“, erläutert Meyer. Eine Kranichgarantie freilich könne der NABU nicht geben: Natur bleibt Natur.

 

Tierfreund schützt großes Wespennest

NABU lobt Naturliebhaber / Wespenstaaten sterben im Herbst natürlich

Bis in den September wachsen Wespenstaaten. Kurze Zeit später sterben sie ab.
Bis in den September wachsen Wespenstaaten. Kurze Zeit später sterben sie ab.

Wahre Tierliebe zeigt sich dann, wenn die Tiere dem Tierfreund das Leben schwerer machen und er trotzdem an ihrem Schutz festhält. So wie Jochen Wempe aus Kirchwalsede. Gemeinsam mit seiner Frau Karin stellte er jetzt dem NABU das große Nest der Gemeinen Wespe vor, das er im Altteppichlager seiner Malerfirma duldet.

„Wespenkolonien erreichen Mitte September ihre maximale Größe. Im Fall der Gemeinen und der Deutschen Wespe können solche Staaten bis zu 7.000 Insekten umfassen. Alle anderen Arten bilden viel kleinere Kolonien", erläuterte NABU-Imker und Wespenexperte Georg Radlanski bei dem Termin. Zum Vergleich: Ein gut geführtes Bienenvolk im Sommer umfasst etwa 50.000 Arbeiterinnen.

Nur zwei der acht heimischen Wespenarten – die Gemeine und die Deutsche Wespe – fliegen auf Limo, Cola und Kuchen. „Sie nutzen süße Säfte als Treibstoff zum Fliegen und können auf der Suche danach manchmal lästig werden“, sagt Radlanski. „Dann sollte man die Ruhe bewahren und nicht hektisch werden.“ Denn ebenso wie Bienen stächen Wespen nur, wenn sie angegriffen oder gequetscht würden.

Zum Versorgen ihrer Brut brauchen Wespen tierisches Eiweiß. „Fast immer sind das andere Insekten“, informierte Radlanski. Ein Wespen- oder Hornissenstaat in der Nähe helfe daher dabei, Fliegen und Mücken etwas in Schach zu halten.

Anders als bei den Bienen gehen Wespen-, Hornissen- und Hummelvölker im Herbst zugrunde. Radlanski: „Nur ein paar begattete junge Königinnen überwintern und starten dann im nächsten Frühjahr neu. Und zwar fast nie an der gleichen Stelle wie im Vorjahr.“ Meist sei es daher das beste Rezept, einfach ein paar Wochen abzuwarten, wenn man sich gestört fühle – dann erledige sich das Problem auf natürliche Weise von selbst.

So hält es auch Malermeister Wempe. „Ich benötige alte Teppiche zum Drunterlegen. Unsern Wagen packe ich ohnehin morgens früh, da fliegen die Wespen noch nicht stark“, berichtete er. Manchmal träfen er und seine Mitarbeiter auch auf Baustellen auf Wespennester, etwa an Unterschlägen, die gestrichen werden sollen. „Auch dann ist es meistens am besten, diese Arbeit nach Möglichkeit um ein paar Wochen aufzuschieben“, sagt er. - Die Natur- und Tierliebe ihres Arbeitgebers kommt übrigens auch bei der Belegschaft an. Einer der Mitarbeitenden hatte den NABU angerufen, um den Chef für dessen Rücksicht auf die Natur zu loben.

Hummeln, Bienen, Wespen und insbesondere Hornissen sind geschützt. Der Landkreis Rotenburg hat eine Reihe von Naturfreunden zu entsprechenden Beratern ausgebildet, darunter viele Imker und NABU-Mitglieder. Die geben Haus- und Grundbesitzern Tipps für das Zusammenleben mit Hautflüglern. Radlanski: „In schwierigen Fällen kommen die Kollegen auch ins Haus und beraten dort. Meist findet sich eine Lösung. Wenn es gar nicht anders geht, kommt manchmal auch eine Umsiedlung des Nestes infrage. Dafür müssen dann aber sehr triftige Gründe vorliegen.“

Welcher Fachmann für welche Ortschaften zuständig ist, erfahren Sie auf der Liste, die Sie hier herunterladen können.

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Jochen Wempe (links) und seine Frau Karin zeigen Georg Radlanski vom NABU das Lager mit alten Teppichen, in dem die Gemeine Wespe Quartier bezogen hat
Jochen Wempe (links) und seine Frau Karin zeigen Georg Radlanski vom NABU das Lager mit alten Teppichen, in dem die Gemeine Wespe Quartier bezogen hat

250 NABU-Vertreter in Rotenburg

NABU Rotenburg ist Gastgeber bei der Landesvertreterversammlung

Die diesjährige Landesvertreterversammlung des NABU Niedersachsen fand in Rotenburg statt. 250 Delegierte kamen im Haus Niedersachsen der Rotenburger Werke zusammen. Auf großes Interesse stießen die Exkursionen, die an drei Tagen als Beiprogramm vom NABU Rotenburg angeboten wurden. Sie führten zum Regenrückhaltebecken in Brockel, auf den Moorerlebnispfad am Bullensee und auf den Mitmach- und Erlebnisgarten auf dem Hartmannshof.

Bau des Fledermauswinterquartiers schreitet voran

NABU Rotenburg schafft neues Winterquartier für Fledermäuse

Es werden Steine geschleppt, Sand gekarrt, gemauert und geklopft. Ehrenamtliche Helfer des NABU Rotenburg bauen einen unterirdischen Raum in Rotenburg als Winterquartier für Fledermäuse um.
Ziel des Umbaus ist es, die Luftfeuchtigkeit in dem kleinen Raum zu erhöhen und Klimaschwankungen auszugleichen. Ferner soll der Raum gegen Frost geschützt werden, damit die "Schönen der Nacht" den Winter gut überstehen. Nur noch ein paar Kleinigkeiten und die Fledermäuse könnten einziehen.Einen kleinen Einblick hinter die Kulissen erhalten Sie durch die folgende Bildergalerie.

Das Projekt wird unterstützt durch:

Bingo Umweltstiftung

Ernst-Gerken-Straßenbau Rotenburg

Stadtwerke Rotenburg

Das Urheberrecht für alle gezeigten Bilder liegt beim NABU-Rotenburg, soweit nicht besonders vermerkt. Eine Verwendung ist nur mit Genehmigung erlaubt.

NABU Mitmach- und Erlebnisgarten
NABU Mitmach- und Erlebnisgarten