Im Fokus: Feldlerche und Rotmilan

Für diesen Montag, 7. Januar,

lädt der NABU Rotenburg zum vogelkundlichen Auftakt seines Jahresprogramms.

Beginn ist um 19.30 Uhr

im Rotenburger Heimathaus (Burgstraße 2).

Im Fokus: Feldlerche und Rotmilan.

Während der eher unscheinbare Singvogel jüngst vom NABU zum Vogel des Jahres gekürt wurde, stellt die Niedersächische Ornithologische Vereinigung den eindrucksvollen Greifvogel in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Kartierungen. In seinem Bildvortrag

stellt der Vogelkundler Robin Maares beide Arten genauer vor und erläutert, warum sie gerade jetzt so viel Aufmerksamkeit erfahren.

– Der Eintrag ist frei. Die Naturschützer freuen sich über eine kleine Spende.

34 Führungen und ein Sinfoniekonzert

NABU legt umfangreiches Programm für 2019 vor

 Der NABU Rotenburg hat sein Veranstaltungsprogramm für 2019 vorgelegt. Das 40 Seiten starke Heft liegt ab Silvester in den Rathäusern, Gemeindebüros, Volksbanken und Sparkassen der Region und bei Buch und Aktuelles in Rotenburg zum kostenlosen

Mitnehmen aus. Außerdem steht die Broschüre zum Download unter www.nabu-rotenburg.de bereit.

Das Themenspektrum, das die Naturschützer in 35 Veranstaltungen aufgreifen, ist fast so bunt und vielfältig wie die Natur selbst. Das Gerüst bilden zahlreiche Exkursionen in die Natur, etwa in die Rodauniederung, zu den Luhner Teichen, zu den Kolken, in den Wolfsgrund und ins Weltall. Vogelfreunde kommen bei gleich fünf Veranstaltungen auf Ihre Kosten - unter anderem geht es nachts zum Ziegenmelker. In vielen Seminaren greifen die Naturschützer außerdem das Thema

Garten auf. Da reicht Palette reicht vom Obstbaumschnitt über den Betrieb eines eigenen kleinen Gewächshauses bis hin zu alten Getreidearten, Stauden, dem Haltbarmachen von Gemüsen und der Haltung von Bienen.

Aus dem Programm ragen etliche ungewöhnliche Formate heraus. Unter der Überschrift „Naturschutz konkret“ lädt der NABU zum Beispiel alle Interessierten dazu ein, ein Biotop aufzuwerten und die Welt gemeinsam ein Stückchen besser zu machen. Mit Blick auf die Zukunft der Landwirtschaft rufen die Naturschützer zur Europawahl auf. Am letzten Junisonntag gastiert wieder das Sinfonieorchester der Universität Hamburg auf dem Hartmannshof. Jugendliche

sind aufgerufen, in den Sommerferien an einer Kanu-Freizeit in Schweden teilzunehmen. Und vom 9. bis 15. September steigt gemeinsam mit anderen Umweltgruppen in Rotenburg eine „Regio-Challenge“. Dabei versuchen die Teilnehmenden, eine Woche lang nur das zu essen und zu trinken, was innerhalb einer Radtour rund um Rotenburg gewachsen und entstanden ist.

Das Programmheft wurde in einer heimischen Druckerei aus Recyclingpapier hergestellt und freundlich bezuschusst von der Volksbank Wümme-Wieste. Dafür dankt der NABU herzlich. Für den Januar stehen zwei Veranstaltungen an. Die Zähl-Aktion Stunde der Wintervögel ist für den 4. bis 6. Januar anberaumt, Teilnahmeformulare liegen ebenfalls aus. Und am Montag, 7. Januar, informiert Robin Maares in Bildvorträgen über zwei Arten, die 2019 besonders im Focus

hiesiger Vogelkundler stehen: Rotmilan und Heidelerche. Uhrzeit und Ort: 19.30

Uhr, Heimathaus Rotenburg (Burgstraße 2).

Bei Steinadler und Alpensalamander

NABU knüpft mit neuem Thema an beliebte Cornwall-Abende an

Steinadler, Alpensalamander, Enzian und Alpenrose: Wer die richtigen Stellen kennt, kommt solchen Naturschätzen in den Nordalpen und am Tiroler Lech sehr nahe. Davon handelt ein NABU-Bildvortrag am

Mittwoch, 28. November,

im Heimathaus in Rotenburg (Burgstraße 2). Beginn ist um 19 Uhr.

Referent ist Rüdiger Wohlers. Der Geschäftsführer des NABU-Bezirks Oldenburg und seine Frau Heike Neunaber, Naturpädagogin, haben sich in Rotenburg schon in der Vergangenheit mit kenntnisreichen Berichten und stimmungsvollen Fotos aus Cornwall einen Namen gemacht. Daran knüpfen sie mit dem neuen Thema nahtlos an.

Und weil es der Abschlussabend des diesjährigen NABU-Programm ist, der besonders gemütlich sein soll, bereitet der NABU einen zum Land passenden kleinen Snack vor und serviert ein Gläschen Veltliner. „So werden neben Ohren und Augen weitere Sinne angesprochen“, sagt die stellvertretende Vorsitzende

Carola Hoppe.

Wohlers kennt die faszinierende Landschaft im Werdenfelser Land in Oberbayern und das angrenzende Tirol seit frühester Kindheit und hat für den NABU Reisen dorthin ausgearbeitet. Im Vordergrund steht das Naturerlebnis, aber auch Geschichte und Kultur, Sagen und Märchen kommen nicht zu kurz. Der Tiroler Lech ist neben der Loire der einzige noch ungezähmte Wildfluss Europas.

Der NABU bittet um einen Kostenbeitrag in Höhe von zehn Euro pro Person.

Damit die Naturschützer den Imbiss gut planen können, bitten sie um Anmeldung

unter 04263-6757894.

Das ist bis Montagnachmittag, 26. November, 15.30 Uhr

möglich.

Vortrag: Glück als Staatsziel

Ein Land mit einer positiven CO2-Bilanz, in dem 50 Prozent aller Flächen unter Naturschutz stehen, und das in Kürze zu 100 Prozent ökologischen Landbau betreibt? Das klingt in der heutigen Zeit nach einer unrealistischen Träumerei. Und doch gibt es dieses Land: Es heißt Bhutan.

 

Als Hans-Dieter Pöhls sich zum ersten Mal mit diesem winzigen Staat im Himalaya beschäftigte, war er gleich fasziniert – natürlich von der atemberaubenden Landschaft, aber noch viel mehr von dem buddhistisch geprägten Gesellschaftsmodell. Dort ist das Glück der Bewohner in der Verfassung festgeschrieben. Wohlstand wird nicht am Wirtschaftswachstum, sondern am Wohlbefinden seiner Menschen bemessen. Ein Ministerium erhebt regelmäßig den Glückszustand der Bewohner und sorgt für Verbesserung, wo es Schwachstellen erkennt.

 

Darüber, welche Faktoren das Bruttosozialglück bestimmen, wie glücklich die Menschen dort wirklich sind und was die westliche Zivilisation von diesem fernöstlichen Gesellschaftsmodell lernen kann, berichtet der NABU-Aktive Pöhls aus Achim in einem unterhaltsamen, medial unterstützten Vortrag. Dazu lädt der NABU Rotenburg zum Freitag, 9. November, in das Nötel-Haus in die Mühlenstraße 10 nach Scheeßel ein. Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Rotenburger Umweltverbände laden zum Filmabend

Das heutige System in der Landwirtschaft muss umgebaut werden. Zum Wohle der Natur, für das Klima und im Sinne der Welternährung. Zu einem Film- und Gesprächsabend laden Ackern und Rackern, der BUND, der Bioland-Landesverband Niedersachsen, die BSW, die Freizeitimker Wümmeregion, der NABU und Sambucus gemeinsam ins Rotenburger Rathaus ein. Termin: Mittwoch, 7. November, 19.30 Uhr. Technisch unterstützt werden die Veranstalter von der Abteilung Stadtkino der Kulturinitiative.

„Obwohl eigentlich weniger Fleisch erzeugt werden müsste, damit alle Menschen auf dieser Erde satt werden können, werden zum Schaden des Klimas Urwälder gerodet, um in Europa immer mehr Tiere zu mästen“, sagt Christian Burandt-Gabriel (ackern & rackern). „Aus dem dafür angebauten Soja wird Gülle, die hier Flüsse und Böden belastet“, fügt Manfred Radtke vom BUND hinzu. „Und die Geflügelteilexporte allein nach Afrika haben sich von 1996 bis 2009 vervierfacht – wobei subventioniertes Billigfleisch aus Europa laut Entwicklungshilfeorganisationen nicht etwa die Ernährung in Afrika sichert, sondern im Gegenteil den Markt für heimische Kleinbauern zerstört“, so Angela von Beesten, Sambucus.

Die Folgen für die Natur sind unübersehbar. „Uferschnepfe und Rotschenkel, einst Charaktervögel an Wümme und Oste, kommen nicht mehr vor“, berichtet Thomas Lauber von der BSW. Roland Meyer (NABU) ergänzt: „In Deutschland sind seit 1990 eine Million Feldlerchen verstummt. Der Bestand an Rebhühnern ist um 90 Prozent zurückgegangen.“ Insgesamt lebten auf Europas Wiesen und Äckern nur noch halb so viele Vögel wie 1980. „Und die Masse der Insekten hat so stark abgenommen, dass heute selbst nach langen Überlandfahrten die Windschutzscheibe nicht mehr geputzt werden muss“, sagt Freizeitimker Karsten Frömming. Fachleute seien sich einig, dass die intensive Landwirtschaft erheblichen Anteil an diesen Entwicklungen habe.

Die Veranstalter erkennen die Zwänge, denen heutige Landwirte ausgesetzt sind, und fragen, wem ein solches System eigentlich nützt. „Denn auch viele Bauern fühlen sich nicht wohl und sind in ihrer Existenz bedroht“, erklärt Harald Gabriel (Bioland). Der Zwang zu immer intensiverer Produktion habe sogar dazu geführt, dass in den vergangenen 40 Jahren drei von vier Betrieben aufgegeben hätten.

Zu dem Abend sind auch Vertreter des Landvolks und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft eingeladen. Einen kurzweiligen Einstieg und viele Informationen zum Thema soll der Dokumentarfilm „Bauer unser“ im Kinoformat bieten. Anschließend besteht Gelegenheit zum Gespräch. Das Ende der Veranstaltung ist für etwa 21.30 Uhr vorgesehen.

 

 

 Bi.dunterschrift: Soja aus Südamerika wird zu Gülle auf Rotenburger Feldern