NABU trauert um Günther Synatzschke

Günther Synatzschke ist tot. Wir sind sehr dankbar für den großen Einsatz, den er über viele Jahrzehnte für Mensch und Natur geleistet hat. Er hat 1974 den NABU im Kreis Rotenburg mit gegründet und etliche Jahre im Vorstand Verantwortung getragen. Seine besondere Aufmerksamkeit und Leidenschaft galt den Eulen und Greifvögeln und den Lebensräumen Moor und Heide. Unvergessen sind seine ausgezeichneten und vielfach veröffentlichten Fotos und seine ausgefeilten Bildvorträge. Damit und nicht zuletzt mit seinem feinen Humor hat Günther Synatzschke viele Menschen für den Naturschutz begeistert. Uns nachfolgenden Generationen hat er mit seinem Wissen stets gerne zur Seite gestanden, ohne sich jemals aufzudrängen. Günther Synatzschke ist 93 Jahre alt geworden.

 

Unsere Dankbarkeit gilt auch seiner Frau Gisela, die das Engagement ihres Mannes immer unterstützt und ermöglicht hat. Wir trauern mit ihr.

 

NABU Rotenburg

 

Foto: NABU/Marucs Bosch

 

NABU-Praxisseminar zum Gemüseanbau

Wie bilden sich im Gemüsebeet Pflanzengesellschaften, die sich gegenseitig helfen? Dieses Thema greift ein NABU-Seminar im Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa auf dem Hartmannshof auf. Referent Boris Reinsch aus Brake stellt die Anbaumethode MIlpa vor. Dann erfahren die Teilnehmenden im Beet auf dem MEGa in der Praxis, wie sie auch in Norddeutschland umgesetzt werden kann.

 

Die Milpa ist ein viele Jahrhunderte altes Landwirtschaftssystem, das von den Maya in Mittelamerika bis heute betrieben wird. Angebaut werden Mais, Bohnen und Kürbisse. Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe, die Bohnen liefern dem Mais Stickstoff und die großen Kürbisblätter schützen den Boden vor dem Austrocknen.

 

Das Seminar beginnt um 15 Uhr und endet um etwas 17.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Teilnehmenden werden um eine Kostenbeteiligung von fünf Euro gebeten.

 

 

Bild: Die Maya passen die Maissorten den lokalen Gegebenheiten an. Das sichert genetische Vielfalt.

 

Mit dem NABU zu den Ottern

Foto: NABU / Schwarnzentraub
Foto: NABU / Schwarnzentraub

Naturschützer organisieren Tagesausflug

nach Hankensbüttel

Fischotter waren lange vom Aussterben bedroht. Inzwischen gibt es auch im Landkreis Rotenburg wieder einen kleinen, stabilen Bestand. Ein großer Erfolg für den Naturschutz. Aber die Tiere sind scheu und kaum zu beobachten. Der NABU lädt deshalb zu einem Tagesausflug ins Otterzentrum Hankensbüttel bei Gifhorn ein.

 Termin: Samstag, 2. Juni.  Achtung: Anmeldeschluss ist schon am 30. April.

 

Los geht es um 8 Uhr mit dem Bus ab Rotenburg. Zustieg ist auch in Visselhövede möglich. Ab 10 Uhr erwartet die Teilnehmenden eine spannende Führung durch die Naturerlebniseinrichtung. Sie dauert zwei bis drei Stunden. Danach ist Zeit, das Gelände und den großen Spielplatz auf eigene Faust zu erkunden und Fütterungen zu besuchen. In den Gehegen, die den natürlichen Lebensräumen der Tiere nachempfunden sind, können auch die nächsten Verwandten der Fischotter beobachtet werden: Dachse, Hermeline, Steinmarder, Iltisse, Nerze, Minke und Baummarder.

Wer seine Verpflegung selbst mitbringt, findet gute Plätze zum Picknick. Warmes Mittagessen und Kaffee und Kuchen gibt es auf Wunsch im angeschlossenen Restaurant. Die Rückfahrt ist für 16.30 Uhr vorgesehen, Ankunft in Rotenburg gegen 18.30 Uhr.

Die Kosten betragen für Erwachsene 35 Euro, für Kinder 20 Euro und für NAJU-Kinder 10 Euro.

Darin sind die Hin- und die Rückfahrt sowie der Eintritt und die Führung enthalten.

Genauere Infos, auch zu den Bushaltestellen, gibt es bei der Anmeldung.

Die nehmen die Naturschützer bis Montag, 30. April, unter 04263-6757894 entgegen.

Von Gesang und Revierbildung

 Viele Vögel besetzen derzeit ihre Reviere, singen dabei kräftig und beginnen mit dem Brutgeschäft. Weil das Laub in Bäumen und Hecken noch nicht voll ausgebildet ist, lassen sie sich dabei gut beobachten. Deshalb lädt der NABU für Sonntag, 15. April, zu einer Exkursion mit dem Vogelkundler Robin Maares nach Hemsbünde ein. Beginn ist um 7 Uhr. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

„Viele Menschen haben großes Interesse, sich mit der Natur zu beschäftigen“, freut sich Roland Meyer vom NABU. „Vor allem Vögel üben da einen großen Reiz aus. Und besonders schön ist es, wenn man die Arten auseinanderhalten kann und dadurch einen unmittelbaren Eindruck von der Vielfalt der Natur erhält.“ Dazu seien die Bedingungen Anfang April geradezu ideal.

 

Geleitet wird die Tour von Robin Maares. Als einer der Vorsitzenden der Faunistischen AG im Landkreis Rotenburg und geübter Kartierer ist er einer der profiliertesten Vogelkundler in der Region. Die Exkursion führt rund um eine ehemalige Sandkuhle, die NABU-Mitglied Holger Bargemann gekauft und zu einem Refugium für viele Spezies gemacht hat. „Neben zahlreichen Singvögeln sind häufig auch der Eisvogel, verschiedene Enten und mit ganz viel Glück sogar ein Seeadler zu beobachten“, sagt Bargemann. Ein benachbarter Altholzbestand ist Lebensraum für viele Spechte.

 

Wer hat, sollte ein Fernglas mitbringen. Für alle anderen hält der NABU welche zum Ausleihen bereit. Treffen ist am Sportplatz in Hemsbünde. Der liegt am Ortsausgang Richtung Bothel an der Hemsbünder Straße (K239). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Anschluss an die etwa zweieinhalbstündige Veranstaltung gibt es bei Keksen und einer Tasse Kaffee oder Tee Gelegenheit, einzelne Aspekte mit dem Referenten und dem Grundstücksbesitzer zu vertiefen.

 

Bild:
Besonders farbenprächtig: der männliche Dompfaff. (Foto: NABU/G. Schröder)

 

 

 

 

 

"Ein Eldorado für Naturliebhaber"

„Vom Eise befreit...“ lautete das Motto des Familienspaziergangs, zu dem der NABU Rotenburg nach Lauenbrück eingeladen hatte. Und tatsächlich konnten die Teilnehmer an vielen Stellen während des Rundgangs den beginnenden Frühling in der Natur entdecken. Unter der Leitung von Heino Peters, Vorsitzender des örtlichen Verkehrsvereins und früherer Schulleiter, wanderten rund 30 kleine und große Naturfreunde bei strahlender Sonne auf dem Wasserlehrpfad um die Wümme. Doch nicht nur die Natur stand im Mittelpunkt der Betrachtungen, auch über Geschichtliches wusste Peters zu berichten.

 

„Dieser Graben ist ein Schützengraben aus dem Dreißigjährigen Krieg“, informierte der engagierte Heimatkundler Peters die Teilnehmenden beispielsweise an der Stelle im Buchenhochwald hinter der Lauenbrücker Kirche, an der parallel zur Wümme ein tiefer Graben verläuft. Verblüffend für die Teilnehmer war die Tatsache, dass dort damals (um 1618) noch gar keine Buchen standen. Die seien nämlich „erst 150 Jahre alt“.

 

Vorbei ging es am Regenrückhaltebecken, in dessen Nähe dicke Erdkrötenweibchen zu beobachten waren, die ihren „Ehemann“ auf dem Rücken zum Laichgewässer transportierten. Auch konnte die Gruppe zwei Arten von Solitärbienen beobachten, die in den warmen Sonnenstrahlen ihre Erdlöcher bauten. Weitere Stopps gab es beispielsweise an einer Schilffläche und an der Streuobstwiese, auf die Lauenbrücker Grundschüler „ihren“ Apfelbaum zur Einschulung pflanzen können. Insgesamt zeigten sich viele Teilnehmer überrascht über die Vielfalt der Lebensräume rund um den Wasserlehrpfad. „Das hier ist wirklich ein Eldorado für Naturliebhaber“, fasst es Peters begeistert zusammen.

 

 

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