Leben und Lieben von Sonnenkündern

Sonntag, 22.Juli: NABU-Führung zum Thema Libellen in Buchholz

„Ein Sommer ohne Libellen ist kein Sommer; misslungen und verpfuscht ist er.“ Das schrieb Hermann Löns vor mehr als 100 Jahren.

Auf einer NABU-Exkursion in Visselhövede-Buchholz am Sonntag, 22. Juli, erleben die Teilnehmenden die Schönheit und Eleganz der „Sommerboten und Sonnenkünder“ (Löns) und erfahren viele Details aus dem „Leben, Leiden und Lieben“ einzelner Arten.

Die Führung auf einem Gewässergrundstück von Gerd Ehlers übernimmt der

Libellenexperte und frühere Kreisnaturschutzbeauftragte Werner Burkart. Zu

erwarten sind um diese Jahreszeit die typischen Sommerarten – Heidelibellen,

Pechlibellen, Becher-Jungfer, vielleicht auch der Plattbauch. Vorkenntnisse

sind nicht erforderlich und eine vorherige Anmeldung ist nicht gefordert.

Treffen ist um 13.30 Uhr an der B440 bei Hof Rießel (Hofladen) zwischen

Wittorf und Visselhövede (Abzweig Nindorf). Interessenten sollten ungefähr zwei Stunden Zeit einplanen.

Weltberühmte Musik in der alten Scheune

 

Hartmannshof: Restkarten für Scheunenkonzert am 30. Juni erhältlich

 

Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 und nach der Pause die 5. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch: Im Mittelpunkt des diesjährigen Scheunenkonzerts auf dem Hartmannshof stehen die beiden wohl berühmtesten russischen Komponisten des vergangenen Jahrhunderts.

Für den diesjährigen Auftritt des Sinfonieorchesters der Universität Hamburg am Samstag, 30.Juni, 19.30 Uhr zu Gunsten des NABU Rotenburg sind noch Restkarten erhältlich. Interessierte sollten sich schnell an die Buchhandlung Buch und Aktuelles in Rotenburg (Große Straße 67) oder die Verwaltung der Rotenburger Werke in der Lindenstraße wenden.

 

Bereits zum vierten Mal wird der bekannte und charismatische Dirigent Thomas Posth mit seinen rund 70 Musikern zu Gast in der urigen Scheune auf dem Hartmannshof sein. Rachmaninows Klavierkonzert zeichnet sich durch viele liedhaft-melodiöse Themen aus und gilt als eines der größten und schwierigsten Werke dieser Gattung. Weltberühmt sind zum Beispiel die wuchtigen Akkorde zu Beginn des Werkes, die oft als Glockenschläge und Bezug zur Kindheit des Komponisten interpretiert werden. Den Klavierpart am eigens auf dem Hartmannshof aufgebauten Bösendorfer Konzertflügel übernimmt Alexander Vorontsov. Die Musikkritikerin Barbara Kaiser bezeichnet den 22-Jährigen als „einen der musikalisch intelligentesten Klavierspieler seiner Altersgruppe“. Trotz seines jungen Alters verfügt er bereits über jahrelange Konzerterfahrung mit Stationen etwa in St. Petersburg, Spanien, der Ukraine und Singapur.

 

Die Uraufführung der 5. Sinfonie Schostakowitschs im damaligen Leningrad geriet zum Triumpf. „Der Komponist stellt das Gigantische dem Intimen gegenüber, das Groteske dem Entzückenden, das Triumphale dem Erbärmlichen“, schreibt Paul McCall Labells im Programmheft für das Konzert auf dem Hartmannshof. Mit Blick auf den bei Erscheinen der Sinfonie in der Sowjetunion herrschenden Stalinistischen Terror wird das militärisch anmutende Finale häufig als „unter Drohungen erzwungener Jubel“ des Dissidenten Schostakowitsch gedeutet. Der vermeintliche Triumpfmarsch sei in Wirklichkeit ein Todesmarsch.

 

Das erste Benefizkonzert des Hamburger Orchesters auf dem Hartmannshof fand 2015 aus Anlass der Fertigstellung des Mitmach- und Erlebnisgartens MEGa auf dem Hartmannshof statt. Das Orchester hat sich so wohl gefühlt und kam so gut an, dass es seitdem jedes Jahr wieder mit großem Erfolg beim NABU und den Rotenburger Werken aufgetreten ist, um das Projekt zu unterstützen. Die Veranstalter danken für die tatkräftige Hilfe der Stadt Rotenburg, die die Bühne und Stühle zur Verfügung stellt, und natürlich die großzügige Förderung durch die Volksbank Wümme-Wieste und in diesem Jahr auch des Klavierhauses Helmich.

Karten kosten im Vorverkauf 18 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Kinder bis 18 Jahren.

 

Führung durch den Trochel

Förster Henning Küper lädt ein zu einem Streifzug durch den Trochel. Er stellt die Entwicklung des geschützten Waldes am Trochel vor, erläutert den Habitatbaum und führt die Gruppe an die Nelsonsiedlung. Am Lustberg wird von den alten Sagen um diesen mysteriösen Ort berichtet.

Der Termin ist Sonntag, 17. Juni von 9 bis 12 Uhr. Treffpunkt ist die K220 zwischen Brockel und Bellen bei Kilometerstein 2,0.

Erzählabend: Hexen, Nixen, Feuervogel

Hein Benjes erzählt Märchen, Döntjes und Spukgeschichten – vom gelben Mantel im Moor, vom Prinzen mit Eselsohren, von den Vögeln Phönus und Floribunda, von Zauberwesen bei den Grimms und bei Wilhelm Busch...

Der Termin ist Freitag, 15. Juni, 19 bis 21 Uhr. Treffpunkt ist in Rotenburg, Genaueres bei der Anmeldung. Sie erfolgt unter Telefon  04263-6757894.

Jahreshauptversammlung: Vorstand im Amt bestätigt

Zu seiner Mitgliederversammlung hatte der NABU Rotenburg in das Heimathaus in Rotenburg eingeladen. Im 90-minütigen Tätigkeitsbericht kamen nicht nur Roland Meyer als Vorsitzender und Carola Hoppe als Stellvertreterin zu Wort. Auch viele Ehrenamtliche erhielten die Gelegenheit, über die Projekte und Arbeitsfelder zu berichten, in denen sie die Federführung haben. Denn der NABU Rotenburg arbeitet seit gut eineinhalb Jahren mit Arbeitsgruppen für bestimmte Bereiche.

 

Da wären beispielsweise die AG Biotoppflege, die AG Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa) und die AG Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem betreuen die Aktiven Eisvögel-Brutkästen, Störche, Schleiereulen, Turmfalken und beraten zu Themen wie Teichen, Obstwiesen und Blühstreifen sowie bei Problemen mit Wespen, Hornissen und Ameisen. Seit genau einem Jahr gibt es zudem eine Kindergruppe (Naturschutzjugend NAJU). Über deren Arbeit berichtete NAJU-Leiter Michael Himmel.

 

Nach dem bunten und vielfältigen Bericht wurde der Vorstand für die nächsten drei Jahre in seinem Amt bestätigt. Neben Meyer und Hoppe sind das Wilfried Glauch als Kassenwart und Sabine Jeske als Schriftführerin. Zum Ende der Sitzung gab Meyer noch einen Ausblick auf die größeren Projekte, die im Jahr 2018 anstehen werden. Dazu gehören beispielsweise die Errichtung eines Lichtwasserteiches im Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa), die Umsiedlung eines Ameisenvolkes auf das MEGa-Gelände, ein Hochbeeteprojekt mit Kindergärten und – gemeinsam mit der Bio-Landwirtschaft der Rotenburger Werke vom Hartmannshof – ein Beweidungsvorhaben an der Rodau bei Rotenburg.

 

Den Abschluss des Abends bildete die Vorführung des historischen Dokumentarfilms „Die Heide stirbt“, den Erika Jaschinski aus Sittensen extra für die Veranstaltung eingekürzt hatte und mit interessanten Beiträgen kommentierte.