NABU-Geräteschuppen brennt ab

Feuerwehreinsatz am Ostersamstag auf dem Hartmannshof.

Am Ostersamstag, 16. April, ist das Gerätehaus im Mitmach- und Erlebnsgarten MEGa auf dem Hartmannshof bei Rotenburg vollständig abgebrannt. Das teilt Roland Meyer mit, Vorsitzender des NABU Rotenburg. Der Notruf sei gegen 13.20 Uhr bei der Feuerwehrzentrale des Landkreises eingegangen. Auch alle gelagerten Geräte und Werkzeuge sowie das kleine Holzlager seien Opfer der Flammen geworden.

 

Meyer dankt den Feuerwehrleuten und der Polizei, denen es gelungen ist, den Brand auf einen recht kleinen Teil des Mitmach- und Erlebnisgartens zu begrenzen. Außer dem Gebäudes wurden ein in der Nähe geparkter Pkw-Anhänger, ein benachbartes Hochbeet und leider auch eine große Eiche und etliche Büsche beschädigt, die neben und hinter dem Häuschen gewachsen sind. Kurz vor dem Bienenstand kam der Brand glücklicherweise zum Stehen.

 

Die Polizei hat den betroffenen Bereich mit Flatterband abgesperrt und will am Dienstag beginnen, die Brandursache zu ermitteln. Nach derzeitigem Stand kommen sowohl ein technischer Defekt als auch Brandstiftung infrage. Den Schaden schätzt der Naturschutzbund auf 20.000 bis 30.000 Euro.

 

Der MEGa steht trotz des Brandes allen Besuchern wie gewohnt offen. Der NABU weist darauf hin, die polizeilichen Absprerrungen zu beachten und so die ausstehenden Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen. Wer Beobachtungen gemacht hat, die mit dem Feuer in Zusammenhang stehen könnten, wird gebeten, sich unter 04263-911206 (Roland Meyer) oder 04263-6757894 (Carola Hoppe) beim NABU oder bei der Polizeidienststelle in Rotenburg zu melden (04361-9470).

 

Auf dem Weg zum guten Zustand

NABU-Führung untersucht Rodau und erläutert geplante Aufwertungen

Was zeichnet ökologisch gute Bäche und Flüsse aus? Was kann man tun, um dieses Ziel zu erreichen? Darum geht es auf einer Führung, zu der der NABU Rotenburg für Samstag, 23. April einlädt. Die Veranstaltung wird geleitet von Lucas Jost, von Beruf Gewässerkoordinator für das Wümmegebiet.

Eine Anmeldung unter 04263-6757894 ist erforderlich.

Dabei werden der Treffpunkt und die Zeit bekannt gegeben.

Hintergrund ist die EU-Wasserrahmenrichtlinie. „Deutschland hat sich verpflichtet, seine Flüsse in einen guten ökologischen Zustand zu bringen. Am konkreten Beispiel der Rodau bei Rotenburg wollen wir zusammen mit den Teilnehmenden erfahren, was das bedeutet und wie weit der Weg noch ist“, sagt Roland Meyer vom NABU. In den Blick geraten dabei unter anderem das Flussbett und die Uferstrukturen. Auch mit dem Kescher gefangene Kleinlebewesen geben Auskunft über den Zustand des Lebensraumes.

Der NABU besitzt rund 10 Hektar Wiesen beiderseits der Rodau. Sie werden extensiv beweidet und oder gemäht. Seit rund zwei Jahren plant der Verein mit Unterstützung von Jost ein Projekt, um auch den Fluss selbst zwischen Rotenburg und Hemsbünde ökologisch zu verbessern. Derzeit wird, bezuschusst vom Land Niedersachsen, das für die Genehmigung erforderliche hydaulische Gutachten erstellt. Auf der Veranstaltung berichten Jost und Meyer, welche Maßnahmen konkret vorgesehen sind und was Naturschützer sich davon erhoffen. 

NABU startet Infoserie am Hartmannshof

Jeden 1. Sonntag im Monat Tipps, Anregungen und Gespräche

Premiere im Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa: Am Sonntag, 3. April, findet der erste „SiM“ statt.

Das Kürzel steht für „Sonntag im MEGa“. Verlässlich jeden ersten Sonntag im Monat bauen NABU-Aktive auf dem Gelände am Hartmannshof einen Info-Stand auf und stehen von 15 bis 17 Uhr für Fragen bereit. Außerdem gibt es bei jedem SiM eine kleine inhaltliche Anregung. Diesmal geht es um insektenfreundliche Stauden.

Besucher treffen am Stand unter anderem auf die NABU-Gartengestalterin Wilma von Frieling und den Rotenburger Staudengärtner Lutz Früchtenicht. Sie zeigen Stauden für Sonnenbeete und Halbschattenplätze und haben Pflanzpläne und Infomaterial zum naturnahen Gärtnern dabei. Beide sind darauf eingestellt, Besucher zu beraten und mit ihnen bei einer Tasse Kaffee zu fachsimpeln. „Auch wer allgemeine Fragen zu unserer Arbeit und zum Mitmach- und Erlebnisgarten hat, ist willkommen. Wir freuen und auf Kontakte und Gespräche“, sagt Carola Hoppe vom Vorstand des NABU Rotenburg. 

Frühlingserwachen im Trochelwald

NABU lädt Familien mit Kindern zum Spielen und Entdecken

Hören, sehen und fühlen, wie die Natur erwacht: Dazu lädt der NABU für Sonntagnachmittag, 27. März.

Zielgruppe: Eltern und Großeltern mit Kindern und Enkeln im Kita- und Grundschulalter. Die zweistündige Veranstaltung im Trochelwald wird geleitet von der Biologin Heike Vullmer, Mitarbeiterin der Stiftung Naturschutz im Landkreis Rotenburg.

Wer entdeckt Zeichen für das Erwachen der Natur? Welche Farben hat der Frühling? Was rauscht da in den Baumstämmen? Und weshalb klopft der Specht? Diesen und anderen Fragen gehen die Teilnehmenden anschaulich auf den Grund. „Bei Spiel und Spaß geraten alle ordentlich in Frühlingsschwung“, kündigen die Naturschützer an.

Wer sich unter 04263-6757894 anmeldet, erfährt den genauen Treffpunkt und die Uhrzeit. 

Von Leitästen und Konkurrenztrieben

OBI und NABU laden zum Obstschnittseminar

am Samstag, 19. März

Wie unterscheide ich die Stammverlängerung vom Konkurrenztrieb? Was sind Leitäste? Und woran erkennt man Wasserreiser und Fruchtholz? Das erklärten Wilhelm Nack und Jörg Weber auf einem Obstbaumschnittseminar in Rotenburg am Samstag, 19. März, 10 bis 15 Uhr.

Dazu lädt der NABU Rotenburg gemeinsam mit dem OBI-Markt der Kreisstadt ein. Noch gibt es einige freie Plätze.

Bei der Anmeldung unter 04263-6757894 erfahren Interessenten Einzelheiten.

Das Konzept hat sich bewährt: Am Beginn etwas Theorie - dann geht es ans Üben. Dafür hat der NABU diesmal etwa 30 zehnjährige Bäumchen, die einen Schnitt dringend nötig haben. „Wichtig ist, dass die Leute die Hemmungen verlieren und sich dann zu Hause um ihre Bäume kümmern. Wer ein paar Grundregeln beachtet, kann keine schlimmen Fehler machen“, sagt Nack, Betreiber einer Obstpresse in Deepen und Eigentümer vieler Streuobstbestände.

Nack und sein Partner Jörg Weber, NABU-Aktiver und im Hauptberuf Landschaftsgärtner, vertreten eine naturnahe Schneidepraxis. Dabei versuchen sie, die Eigenheiten jedes Baumes zu berücksichtigen, statt ihn einem allzu strengen Schnitt zu unterwerfen. Der würde Gartenbesitzern unnötig viel Arbeit bereiten, weil sich dadurch sehr viele neue Triebe bilden, die dann wieder entfernt oder geschnitten werden müssen, erläuterten sie. Aber: „Zwei Gärtner, drei Meinungen“ flachst Nack. „Und auch wir sind uns nicht immer einig“, ergänzte Weber. Gerade die kurzweiligen Diskussionen der beiden Fachleute am konkreten Baum helfen einerseits, die Kriterien zu durchschauen, die beim Schneiden angelegt werden sollten, und ermutigten andererseits zu eigenen Entscheidungen.

„Wir möchten dazu beitragen, dass für den Naturschutz wichtige alte Obstbäume erhalten und neue gepflanzt werden“, begründet Stefan Ludwig von OBI das Engagement des örtlichen Heimwerkermarkts. Dem schließt sich der NABU an. Außer ums Schneiden geht es im Theorieteil des Seminares auch um die ökologische Schädlingsbekämpfung und die Förderung von Nützlingen.