Moore, Schafe und Wolfswechsel

NABU-Radtour mit Heike Vullmer und Henrik Scheunemann am Sonntag, 18. September, von 10 bis 15 Uhr.

 

Einblicke in unberührte Natur, alte Schafshaltung und moderne Forstwirtschaft gewähren Henrik Scheunemann von der Naturschutzbehörde und Heike Vullmer von der Stiftung Naturschutz des Landkreises auf ihrer Fahrradtour mit dem NABU Rotenburg. Am Sonntag, 18. September, führt ihre Strecke von zehn bis 15 Uhr durch die Umgebung von Stemmen.

 

Dabei kommen die Teilnehmenden durch Moore, Wälder und ein geschütztes Gebiet, für das die zwei Experten extra eine Sondergenehmigung zur Betretung eingeholt haben. Auch über einen alten Wolfswechsel führt ihre Route. Einige Streckenabschnitte werden zu Fuß erkundet, so dass festes Schuhwerk nötig ist.

 

Die Radtour ist kostenfrei. Alle weiteren Einzelheiten erfahren Interessierte bei der Anmeldung unter 04263-6757894.

 

Familientag im Mitmach- und Erlebnisgarten

 Ein kurzweiliges Programm rund um die Natur für die ganze Familie, dazu Kaffee und Kuchen: Das erwartet Besucherinnen und Besucher am Sonntag, 11. September, von 15 bis 17 Uhr im Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa) auf dem Hartmannshof.

 

Apfelsaft pressen, Mehl mahlen, Stockbrot und Kartoffeln garen, Naturmemory, Kleines ganz groß sehen: Diese und viele weitere Stationen baut der NABU Rotenburg auf dem weitläufigen Gelände auf. Kinder, die alle Angebote wahrnehmen, können am Ende eine kleine Überraschung mit nach Hause nehmen.

 

Erwachsene haben derweil Gelegenheit, sich über gutes und nachhaltiges Essen zu informieren. Denn viele Rotenburger Umweltverbände – außer dem NABU zum Beispiel Sambucus, Ackern und Rackern, der BUND, Bioland und Hof-Grafel – nutzen die Gelegenheit, an etlichen Ständen gemeinsam auf die vom 12. bis 18. September stattfinde Regio-Challenge einzustimmen. Dahinter verbirgt sich eine spielerische Erfahrungs- und Aktionswoche zur regionalen Ernährung, bei der es gilt, nur das zu sich zu nehmen, was in der Entfernung von höchstens einer Tagestour mit dem Rad gewachsen ist.

 

Zur Vorbereitung gibt es am Sonntag viele Infos zu Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung und eine kleine Tauschbörse mit regionalen Produkten. Und bei Kaffee und Kuchen besteht im und am Schafstall reichlich Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen.

 

IGS-Klasse hilft dem NABU

25 Mädchen und Jungen, ein Radlader, ein Trecker und zwei Anhänger: Die Klasse 9 (2) der IGS Rotenburg verteilte jetzt gemeinsam mit NABU-Ehrenamtlichen neue Hackschnitzel auf Wegen im Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa am Hartmannshof. Zusammen mit ihren beiden Lehrern Bruno Gärtner und Matthias Schröder nutzten sie dafür den Klassenlehrertag zu Beginn des Schuljahrs. Nach getaner Arbeit gab es zur Stärkung Faßbrause, Bretzeln und Kekse. Auf den Rückweg mit den Fahrrädern wurde noch ein kurzer Abstecher zur Abkühlung an den Bullensee eingelegt.

 

Der Mitmach- und Erlebnisgarten war 2015 eingeweiht worden. „Alle etwa vier Jahre brauchen die Hackschnitzelwege neuen Belag“, sagt Roland Meyer vom NABU. Bereits 2018 habe eine Klasse der IGS dabei geholfen. „Jetzt haben wir uns über das kurzfristige Angebot sehr gefreut. Die Hackschnitzel hatten wir bereits vor einiger Zeit bestellt, waren aber selbst noch nicht sehr weit gekommen“, so Meyer. Dank des engagierten Einsatzes der IGSler sei etwa die Hälfte der Arbeit jetzt vollbracht. Auch der nach dem Brand an Ostern neu aufgestellte Geräteschuppen sei bei der Gelegenheit weiter eingerichtet worden.

 

Die IGS in Rotenburg und der NABU kooperieren häufiger, zuletzt zum Beispiel beim Bau von Hochbeeten. Auch die Neuntklässler, die jetzt angerückt waren, kannten sich im MEGa schon gut aus. In den Jahren zuvor hatten die meisten von ihnen dort schon einemal mitgearbeitet, vor allem bei der Neuanlage von Teilflächen des großen Staudenbeetes. Die Jungen und Mädchen waren begeistert, als sie nun sehen konnten, wie gut sich die Pflanzen dort entwickelt haben.

 

Lehren und Lernen in einer grünen Umwelt

Hein Benjes liest am Freitag, 2. September, im Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa) auf dem Hartmannshof.

 

Der NABU Rotenburg lädt ein zu einer Lesung mit Hein Benjes. Der 86-jährige Hellweger hat im vergangenen Jahr während der Pandemie sein siebtes Buch veröffentlicht: „Aus dem Leben eines Lehrers“. Daraus wird er am Freitag, 2. Septmber, ab 19 Uhr im Schafstall des Mitmach- und Erlebnisgartens (MEGa) auf dem Hartmannshof einige Geschichten zum Besten geben.

 

Es ist eine biografische Erzählung, in der Hein Benjes, alias „Hein Botterbloom“, seine Zuhörerinnen und Zuhörer mitnimmt auf eine humorvolle Reise in Kindheit, Jugend und Erwachsenenleben eines Träumers, Gärtners und Lehrers, der in einer grünen Umwelt Lernen und Lehren erleben konnte.

 

Der Eintritt ist frei. Um eine vorherige Anmeldung unter 04263/6757894 wird gebeten.

 

 

Das Foto zeigt Hein Benjes bei einer früheren Lesung im Schafstall auf dem MEGa.

 

Eleganz und Schönheit der Libellen

Führung mit Werner Burkart zu den schillernd-bunten Fluginsekten am 28. August.

 

„Ein Sommer ohne Libellen ist kein Sommer: misslungen und verpfuscht ist er.“ Das schrieb Hermann Löns vor mehr als hundert Jahren. Deshalb freut sich der NABU Rotenburg umso mehr, in diesem Jahr den ausgewiesenen Libellen-Experten Werner Burkart für eine Führung an einen artenreichen Libellenteich gewonnen zu haben.

 

Am Sonntag, 28. August, nimmt der ausgewiesene Experte und Mitherausgeber des im vergangenen Jahr erschienenen „Atlas der Libellen in Niedersachsen/Bremen“ die Teilnehmenden mit in die faszinierende Welt dieser schillernden Fluginsekten. Start ist um 13 Uhr auf dem Brockeler Netto-Parkplatz, Kurze Straße 6. Dort wird auch der endgültige Ort bekanntgegeben, der sich nach den dann vorherrschenden Libellen-Aufkommen an verschiedenen möglichen Biotopen richtet. Es können Fahrgemeinschaften gebildet werden. Das Ende ist für 15 Uhr vorgesehen.

 

Da bei bestimmten Wetterbedingungen nur wenig oder gar keine Libellen zu sehen sind, kann der Termin kurzfristig verschoben werden. Der NABU Rotenburg bittet daher um vorherige Anmeldung unter Telefon 04263/6757894. Bei Bedarf wird über kurzfristige Änderungen dann informiert.

 

Das Foto zeigt eine Große Heidelibelle. Die Aufnahme stammt von Werner Burkart.

 

Sonntag im MEGa (SIM): Leckere Essige und Öle

„Schnell selbstgemacht“ – Das ist das Motto des „Sonntag im MEGa“ am 7. August. Wilma von Frieling zeigt im Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa) am Hartmannshof zwischen 15 und 17 Uhr, wie sich aus Küchenkräutern und Gewürzen schmackhafte Öle und Essige herstellen lassen. „Das geht im Handumdrehen und mit wenig Aufwand“, sagt die NABU-Expertin. Interessierte sind eingeladen, auch selbst etwas auszuprobieren. „Ich habe Flaschen in verschiedenen Größen da und wer möchte, kann sein Ergebnis dann auch gleich mit nach Hause nehmen“, sagt von Frieling. Sie selbst nutzt diese schmackhaften und gleichzeitig hübsch anzusehenden Küchenhelfer auch gern als kleine Geschenke.

 

Immer am ersten Sonntag im Monat lädt der NABU Rotenburg zu einem Nachmittag in den Mitmach- und Erlebnisgarten am Hartmannshof ein. Dort gibt es Gelegenheit, durch den Garten zu spazieren, bei einer Tasse Kaffee mit NABU Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen und eine Anregung rund um das Thema Natur und Garten mit nach Hause zu nehmen.

 

Schauen, spazieren und singen in der Natur

 

Sonntag im MEGa

03. Juli 2022

Die Offene Singgemeinschaft (OSG) hat sich mit dem NABU Rotenburg zusammengetan und singt am Sonntag dem 3. Juli 2022 im Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa) auf dem Hartmannshof der Rotenburger Werke im Rahmen des NABU-Sonntags Lieder für die Natur und das Leben.

Zunächst lädt der NABU zu 15 Uhr zu seinem Sonntag im MEGa (SiM) ein. Dieses Mal dreht sich alles um das Leben am Teich. Es wird geschaut, was sich da alles im Wasser tummelt, und es können Fragen zum Anlegen eines Teiches gestellt werden.

 

Im Anschluss, so gegen 16:30 Uhr, wird die OSG einige Lieder singen. Das ganze ist ein Kurzauftritt, um nach der langen Zwangspause wieder etwas Übung und Spaß für den Chor und die Zuhörer zu bekommen. Der Ort ist kein geschlossener Raum, sondern das ganze spielt sich in und um den denkmalgeschützten kleinen Krummsparrenschafstall im MEGa ab. Zum Sitzen werden nur wenige harte Bänke zu Verfügung stehen. Das Programm der  OSG wird etwa 30 Minuten dauern und wird geleitet von der Event-Pianistin Ute Bachert.

So wird der Garten naturnah

Der NABU Rotenburg lädt ein zu einer Führung im Garten von Wilma von Frieling. Am Sonntag, 26. Juni, öffnet die NABU-Expertin von 14 bis 16 Uhr ihre Tore in Fintel und zeigt, wie ein naturbelassener Rückzugsort für Tier und Mensch entstehen kann: mit schattigen Farnen, Wildrosen, Gräsern und bienenfreundlichen Staudenbeeten, wilden Ecken für Schmetterlinge und sonnigen Rosenlauben. Von Frieling gibt Tipps, beispielsweise zum Gärtnern ohne Chemie, und beantwortet die Fragen der Teilnehmenden. Eine Anmeldung ist erforderlich und erfolgt unter der Telefonnummer 04263-6757894. Bei der Gelegenheit wird auch der genaue Treffpunkt bekanntgegeben.

 

Aus dem Nest gefallen?

Jungvögel am Boden sind nicht in Not!

Der NABU Rotenburg appelliert an Naturfreundinnen und -freunde, vermeintlich hilflose Vogelkinder in der freien Natur zu belassen und nicht mitzunehmen. Für die kleinen Vögel ist es in der Regel am besten, an Ort und Stelle zu bleiben. Auch wenn es gut gemeint ist: Oft tut man den kleinen Tieren keinen Gefallen, wenn man sie mitnimmt. Denn meist handelt es sich nicht um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, sondern um gesunde Jungvögel, die nach wie vor von den Eltern versorgt werden.

Viele Vogelarten verlassen ihr Nest bereits bevor sie fliegen können. Dazu zählen nicht nur typische Nestflüchter wie Enten, Fasane oder Kiebitze, sondern auch einige Singvogelarten, Greifvögel und Eulen. Im Siedlungsbereich finden sich am häufigsten die bräunlich gefleckten Jungamseln, die etwa eine Woche vor dem Flüggewerden der Enge des Nestes entfliehen. Damit sie nicht verloren gehen, geben die Jungvögel fast unablässig sogenannte „Standortlaute“ von sich. Dieses Piepsen wird von Passanten oft fälschlicherweise als Hilferuf interpretiert.

Dass die Jungen außerhalb ihres Nestes oftmals natürlichen Feinden zum Opfer fallen, ist ein natürlicher Vorgang, an den die Natur und die Vogelbestände angepasst sind.

Wer den Vögeln wirklich helfen möchte, sollte ihre Lebensräume schützen. Dazu kann jeder etwas beitragen, etwa den Garten naturnah gestalten, Hecken und heimische Sträucher anpflanzen und beim Einkaufen die ökologische – und auch vogelfreundliche – Landwirtschaft unterstützen.

 

 

 

 

 

Foto: Walter Wimmer

 

 

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Im Reich des Wachtelkönigs

Der NABU Rotenburg lädt ein zu einem morgendlichen Sommerspaziergang in das Schutzgebiet Borgfelder Wümmewiesen bei Bremen. Dort sind viele seltene Tiere und Pflanzen zuhause. Auf dem Spaziergang am Samstag, 18. Juni, werden Rebekka Lemke und Robin Maares zeigen, wie sich landwirtschaftliche Nutzung an die Bedürfnisse bedrohter Arten anpassen lässt. Die beiden sind Mitarbeitende der für das Schutzgebiet zuständigen Stiftung NordWest Natur. Die Veranstaltung ist kostenfrei und dauert von 8.30 Uhr bis etwa elf Uhr. Die Anmeldung erfolgt über die Stiftung unter Telefon 0421-71006, bei der Gelegenheit wird der genaue Treffpunkt bekanntgegeben. Wer an einer Fahrgemeinschaft interessiert ist, meldet sich zusätzlich beim NABU unter Telefon 04263-6757894.

 

 

Bildunterschrift:

 

Der Wachtelkönig lebt bevorzugt auf feuchten, extensiv bewirtschafteten Wiesen wie den Borgfelder Wümmewiesen.

 

Foto: NABU/Heiko Menz

 

NABU-Geräteschuppen brennt ab

Feuerwehreinsatz am Ostersamstag auf dem Hartmannshof.

Am Ostersamstag, 16. April, ist das Gerätehaus im Mitmach- und Erlebnsgarten MEGa auf dem Hartmannshof bei Rotenburg vollständig abgebrannt. Das teilt Roland Meyer mit, Vorsitzender des NABU Rotenburg. Der Notruf sei gegen 13.20 Uhr bei der Feuerwehrzentrale des Landkreises eingegangen. Auch alle gelagerten Geräte und Werkzeuge sowie das kleine Holzlager seien Opfer der Flammen geworden.

 

Meyer dankt den Feuerwehrleuten und der Polizei, denen es gelungen ist, den Brand auf einen recht kleinen Teil des Mitmach- und Erlebnisgartens zu begrenzen. Außer dem Gebäudes wurden ein in der Nähe geparkter Pkw-Anhänger, ein benachbartes Hochbeet und leider auch eine große Eiche und etliche Büsche beschädigt, die neben und hinter dem Häuschen gewachsen sind. Kurz vor dem Bienenstand kam der Brand glücklicherweise zum Stehen.

 

Die Polizei hat den betroffenen Bereich mit Flatterband abgesperrt und will am Dienstag beginnen, die Brandursache zu ermitteln. Nach derzeitigem Stand kommen sowohl ein technischer Defekt als auch Brandstiftung infrage. Den Schaden schätzt der Naturschutzbund auf 20.000 bis 30.000 Euro.

 

Der MEGa steht trotz des Brandes allen Besuchern wie gewohnt offen. Der NABU weist darauf hin, die polizeilichen Absprerrungen zu beachten und so die ausstehenden Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen. Wer Beobachtungen gemacht hat, die mit dem Feuer in Zusammenhang stehen könnten, wird gebeten, sich unter 04263-911206 (Roland Meyer) oder 04263-6757894 (Carola Hoppe) beim NABU oder bei der Polizeidienststelle in Rotenburg zu melden (04361-9470).

 

Auf dem Weg zum guten Zustand

NABU-Führung untersucht Rodau und erläutert geplante Aufwertungen

Was zeichnet ökologisch gute Bäche und Flüsse aus? Was kann man tun, um dieses Ziel zu erreichen? Darum geht es auf einer Führung, zu der der NABU Rotenburg für Samstag, 23. April einlädt. Die Veranstaltung wird geleitet von Lucas Jost, von Beruf Gewässerkoordinator für das Wümmegebiet.

Eine Anmeldung unter 04263-6757894 ist erforderlich.

Dabei werden der Treffpunkt und die Zeit bekannt gegeben.

Hintergrund ist die EU-Wasserrahmenrichtlinie. „Deutschland hat sich verpflichtet, seine Flüsse in einen guten ökologischen Zustand zu bringen. Am konkreten Beispiel der Rodau bei Rotenburg wollen wir zusammen mit den Teilnehmenden erfahren, was das bedeutet und wie weit der Weg noch ist“, sagt Roland Meyer vom NABU. In den Blick geraten dabei unter anderem das Flussbett und die Uferstrukturen. Auch mit dem Kescher gefangene Kleinlebewesen geben Auskunft über den Zustand des Lebensraumes.

Der NABU besitzt rund 10 Hektar Wiesen beiderseits der Rodau. Sie werden extensiv beweidet und oder gemäht. Seit rund zwei Jahren plant der Verein mit Unterstützung von Jost ein Projekt, um auch den Fluss selbst zwischen Rotenburg und Hemsbünde ökologisch zu verbessern. Derzeit wird, bezuschusst vom Land Niedersachsen, das für die Genehmigung erforderliche hydaulische Gutachten erstellt. Auf der Veranstaltung berichten Jost und Meyer, welche Maßnahmen konkret vorgesehen sind und was Naturschützer sich davon erhoffen. 

NABU startet Infoserie am Hartmannshof

Jeden 1. Sonntag im Monat Tipps, Anregungen und Gespräche

Premiere im Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa: Am Sonntag, 3. April, findet der erste „SiM“ statt.

Das Kürzel steht für „Sonntag im MEGa“. Verlässlich jeden ersten Sonntag im Monat bauen NABU-Aktive auf dem Gelände am Hartmannshof einen Info-Stand auf und stehen von 15 bis 17 Uhr für Fragen bereit. Außerdem gibt es bei jedem SiM eine kleine inhaltliche Anregung. Diesmal geht es um insektenfreundliche Stauden.

Besucher treffen am Stand unter anderem auf die NABU-Gartengestalterin Wilma von Frieling und den Rotenburger Staudengärtner Lutz Früchtenicht. Sie zeigen Stauden für Sonnenbeete und Halbschattenplätze und haben Pflanzpläne und Infomaterial zum naturnahen Gärtnern dabei. Beide sind darauf eingestellt, Besucher zu beraten und mit ihnen bei einer Tasse Kaffee zu fachsimpeln. „Auch wer allgemeine Fragen zu unserer Arbeit und zum Mitmach- und Erlebnisgarten hat, ist willkommen. Wir freuen und auf Kontakte und Gespräche“, sagt Carola Hoppe vom Vorstand des NABU Rotenburg. 

Frühlingserwachen im Trochelwald

NABU lädt Familien mit Kindern zum Spielen und Entdecken

Hören, sehen und fühlen, wie die Natur erwacht: Dazu lädt der NABU für Sonntagnachmittag, 27. März.

Zielgruppe: Eltern und Großeltern mit Kindern und Enkeln im Kita- und Grundschulalter. Die zweistündige Veranstaltung im Trochelwald wird geleitet von der Biologin Heike Vullmer, Mitarbeiterin der Stiftung Naturschutz im Landkreis Rotenburg.

Wer entdeckt Zeichen für das Erwachen der Natur? Welche Farben hat der Frühling? Was rauscht da in den Baumstämmen? Und weshalb klopft der Specht? Diesen und anderen Fragen gehen die Teilnehmenden anschaulich auf den Grund. „Bei Spiel und Spaß geraten alle ordentlich in Frühlingsschwung“, kündigen die Naturschützer an.

Wer sich unter 04263-6757894 anmeldet, erfährt den genauen Treffpunkt und die Uhrzeit. 

Von Leitästen und Konkurrenztrieben

OBI und NABU laden zum Obstschnittseminar

am Samstag, 19. März

Wie unterscheide ich die Stammverlängerung vom Konkurrenztrieb? Was sind Leitäste? Und woran erkennt man Wasserreiser und Fruchtholz? Das erklärten Wilhelm Nack und Jörg Weber auf einem Obstbaumschnittseminar in Rotenburg am Samstag, 19. März, 10 bis 15 Uhr.

Dazu lädt der NABU Rotenburg gemeinsam mit dem OBI-Markt der Kreisstadt ein. Noch gibt es einige freie Plätze.

Bei der Anmeldung unter 04263-6757894 erfahren Interessenten Einzelheiten.

Das Konzept hat sich bewährt: Am Beginn etwas Theorie - dann geht es ans Üben. Dafür hat der NABU diesmal etwa 30 zehnjährige Bäumchen, die einen Schnitt dringend nötig haben. „Wichtig ist, dass die Leute die Hemmungen verlieren und sich dann zu Hause um ihre Bäume kümmern. Wer ein paar Grundregeln beachtet, kann keine schlimmen Fehler machen“, sagt Nack, Betreiber einer Obstpresse in Deepen und Eigentümer vieler Streuobstbestände.

Nack und sein Partner Jörg Weber, NABU-Aktiver und im Hauptberuf Landschaftsgärtner, vertreten eine naturnahe Schneidepraxis. Dabei versuchen sie, die Eigenheiten jedes Baumes zu berücksichtigen, statt ihn einem allzu strengen Schnitt zu unterwerfen. Der würde Gartenbesitzern unnötig viel Arbeit bereiten, weil sich dadurch sehr viele neue Triebe bilden, die dann wieder entfernt oder geschnitten werden müssen, erläuterten sie. Aber: „Zwei Gärtner, drei Meinungen“ flachst Nack. „Und auch wir sind uns nicht immer einig“, ergänzte Weber. Gerade die kurzweiligen Diskussionen der beiden Fachleute am konkreten Baum helfen einerseits, die Kriterien zu durchschauen, die beim Schneiden angelegt werden sollten, und ermutigten andererseits zu eigenen Entscheidungen.

„Wir möchten dazu beitragen, dass für den Naturschutz wichtige alte Obstbäume erhalten und neue gepflanzt werden“, begründet Stefan Ludwig von OBI das Engagement des örtlichen Heimwerkermarkts. Dem schließt sich der NABU an. Außer ums Schneiden geht es im Theorieteil des Seminares auch um die ökologische Schädlingsbekämpfung und die Förderung von Nützlingen.

Für Heide, Borstgras und Wacholder

NABU und Stiftung Naturschutz pflegen Fläche bei Deepen

Fünf Freischneider, eine Heckenscheere, jede Menge Astschneider und ein Trupp engagierter Naturschützer: Gerade noch rechtzeitig vor dem Ende der Gehölzschnittsaison am 1. März hat sich der NABU Rotenburg mit Heike Vullmer von der kreiseigenen Stiftung Naturschutz getroffen, um mit ihr die Wacholderheide bei Deepen von aufgeschossenen Faulbaum- und Traubenkirschentrieben zu befreien. Das dem Landkreis Rotenburg gehörende Biotop gilt als einer der ältesten Wacholderbestände in der Region.

Die Fläche ist allerdings zu klein, um sie von einer Schafherde beweiden zu lassen. Weil deshalb einerseits Verbiss unterbleibt und andererseits Auto- und Industrieabgase dazu führen, dass mit dem Regen viel Stickstoff eingetragen wird, konnten zum Beispiel Faulbaum und Späte Traubenkirsche Fuß fassen. „Ließe man sie gewähren, ginge der Heide-Charakter mit der Zeit verloren. Das soll hier verhindert werden. In unserer Kulturlandschaft trägt gerade Offenland sehr zur Artenvielfalt bei“, erläutert Roland Meyer vom NABU.

Im Anschluss an den Einsatz führte Biologin Vullmer, die selbst tatkräftig mit dem Freischneider unterwegs gewesen war, die Naturschützer über die soeben bearbeitete Fläche. Sie informierte außer über Besenheide, Wacholder, Ilex und Borstgrasrasen auch über das Naturschutzgebiet allgemein und die an die Wacholderheide angrenzende Veerseniederung.

Die Aktion war Teil der NABU-Veranstaltungsreihe „Naturschutz konkret“, bei der der Naturschutzbund Mitglieder und Nichtmitglieder dazu einlädt, „gemeinsam mit netten Leuten an der frischen Luft Sinnvolles zu tun“.

Der nächste Termin ist Samstag, 12. März. Dann geht es von 9 bis 12 Uhr Uhr darum, bei Brockel Hecken von abgängigen Wildschutzzäunen zu befreien.

Wer mitmachen möchte, erfährt unter 04263-6757894 Einzelheiten beim NABU. 

„Nette Leute, gute Taten, frische Luft“

NABU lädt für Samstag, 19. Februar, zum offenen Arbeitseinsatz

Wer möchte ganz konkret mit anfassen, damit die Welt im Kleinen ein wenig besser wird? Der ist herzlich eingeladen zu einem offenen Arbeitseinsatz des NABU Rotenburg.

Am Samstag, 19. Februar, 9 bis etwa 14 oder 15 Uhr,

sollen zunächst Hecken von altem Wildschutzzaun befreit werden. Dann fahren die Freiwilligen zum Entkusseln in die Wacholderheide nach Deepen.

Vor neun Jahren hat die Gemeinde Brockel bemeinsam mit dem NABU ein naturnahes Regenrückhaltebecken gebaut. In der Nähe haben die Aktiven damals mehrere hundert Meter Hecke aus heimischen Sträuchern gepflanzt und mit Drahtzaun geben Verbiss durch Wild geschützt. „Jetzt sind die Büsche und Bäume kräftig genug. Wir bauen den Zaun ab, bevor er verfällt und sich Tiere darin verfangen“, erläutert Roland Meyer vom NABU-Vorstand.

Der zweite Lebensraum, der am Samstag aufgewertet werden soll, ist die so genannte Wachholderheide an der Veerse. Denn dort nimmt der Faulbaum wieder überhand. Meyer: „Wenn Offenlandschaften verbuschen, geht das zu Lasten der Artenvielfalt. Gemeinsam mit der Naturschutzbehörde des Landkreises wollen wir die Situation wieder verbessern.“

Der Aufruf zum gemeinsamen Einsatz richtet sich an alle: „Willkommen sind gerade auch Naturfreunde, die keine oder noch keine Mitglieder sind. Der Versicherungsschutz ist über den NABU gegeben. Wir freuen uns darauf, zusammen mit netten Leuten an der frischen Luft etwas sinnvolles zu tun.“ Der NABU stellt Kekse und Kaffee bereit und die Gemeinde Brockel spendiert einen Mittagsimbiss.

Infos zum genauen Treffpunkt und zum Beachten der Corona-Regeln und Absprachen zu Fahrgemeinschaften gibt`s bei der Anmeldung unter 04263-6757894

Damit Kröten nicht unterm Rad enden

Amphibienschutz: NABU und Landkreis rufen zum Hilfseinsatz auf

Kröten, Molche und manche Froscharten haben den Winter geschützt unter Laubschichten, Wurzeln, Steinen oder Löchern in und am Waldboden verbracht. Mit Beginn des Frühjahrs erwachen die wechselwarmen Tiere und suchen zur Fortpflanzung Teiche in der Nähe auf. Damit sie nicht dem Straßenverkehr zur Ofer fallen, ruft der NABU in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde alle Naturfreunde für Samstag, 5. Februar, 9 Uhr

zu einem Einsatz auf. Ende ist voraussichtlich zwischen 14 und 15 Uhr.

Gemeinsam mit zwei Außendienstmitarbeitern der Naturschutzbehörde aus dem Kreishaus wollen die Freiwilligen an Straßen, wo wieder mit erheblichen Wanderbewegungen zur rechnen ist, etliche Kilometer spezielle Schutzzäune aufstellen. Die halten die Kröten davon ab, die Fahrbahn zu überqueren. Stattdessen fallen sie in Eimer, die die Naturschützer etwa alle 25 Meter längs der Barrieren eingegraben haben. Jeden Morgen werden dann ehrenamtliche Krötenfreunde an den Zäunen patrouillieren und die über Nacht gefangenen Amphibien sicher auf die andere Seite bringen. Üblicherweise setzt die Krötenwanderung nach den ersten nassen Nächten mit Temperaturen oberhalb von fünf oder sechs Grad Celsius ein.

Zur Mithilfe sind ausdrücklich nicht nur NABU-Mitglieder aufgerufen, sondern alle, die etwas für die Natur tun wollen, gerne auch Jugendliche oder Familien mit Kindern ab etwa zehn Jahren. Eine gemeinschaftliche Verpflegung ist wegen Corona nicht möglich. Mitmachende sollten daher ein paar Stullen und etwas zum Trinken einpacken.

Um alles gut planen zu können, wird um Anmeldung unter 04263-6757894 gebeten. Bei der Gelegenheit wird auch der erste Treffpunkt bekannt gegeben.

Für Leute ohne Auto wird versucht, Mitfahrgelegenheiten zu organisieren. Bitte gegebenenfalls an eine Maske denken. Warnwesten für die Verkehrssicherheit werden gestellt.

Auf Vogelpirsch

In der kalten Jahreszeit sind zwar weniger Vögel vor Ort. Aber sie sind gut zu sehen. Der NABU Rotenburg lädt zu einer Pirsch am Samstag, 15. Januar, 8.30 bis 10.30 Uhr mit dem Vogelkundler Robin Maares. Im Fokus sind kleine Wintergäste wie Bergfink, Kernbeißer und Schwanzmeise. Bei der Anmeldung unter 04263-6757894 wird der Treffpunkt bekannt gegeben. Die Teilnehmenden werden gebeten, vorher einen Corona-Selbsttest zu machen. Auf dem Bild ist eine Schwanzmeise zu sehen.