Vortrag: Glück als Staatsziel

Ein Land mit einer positiven CO2-Bilanz, in dem 50 Prozent aller Flächen unter Naturschutz stehen, und das in Kürze zu 100 Prozent ökologischen Landbau betreibt? Das klingt in der heutigen Zeit nach einer unrealistischen Träumerei. Und doch gibt es dieses Land: Es heißt Bhutan.

 

Als Hans-Dieter Pöhls sich zum ersten Mal mit diesem winzigen Staat im Himalaya beschäftigte, war er gleich fasziniert – natürlich von der atemberaubenden Landschaft, aber noch viel mehr von dem buddhistisch geprägten Gesellschaftsmodell. Dort ist das Glück der Bewohner in der Verfassung festgeschrieben. Wohlstand wird nicht am Wirtschaftswachstum, sondern am Wohlbefinden seiner Menschen bemessen. Ein Ministerium erhebt regelmäßig den Glückszustand der Bewohner und sorgt für Verbesserung, wo es Schwachstellen erkennt.

 

Darüber, welche Faktoren das Bruttosozialglück bestimmen, wie glücklich die Menschen dort wirklich sind und was die westliche Zivilisation von diesem fernöstlichen Gesellschaftsmodell lernen kann, berichtet der NABU-Aktive Pöhls aus Achim in einem unterhaltsamen, medial unterstützten Vortrag. Dazu lädt der NABU Rotenburg zum Freitag, 9. November, in das Nötel-Haus in die Mühlenstraße 10 nach Scheeßel ein. Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Rotenburger Umweltverbände laden zum Filmabend

Das heutige System in der Landwirtschaft muss umgebaut werden. Zum Wohle der Natur, für das Klima und im Sinne der Welternährung. Zu einem Film- und Gesprächsabend laden Ackern und Rackern, der BUND, der Bioland-Landesverband Niedersachsen, die BSW, die Freizeitimker Wümmeregion, der NABU und Sambucus gemeinsam ins Rotenburger Rathaus ein. Termin: Mittwoch, 7. November, 19.30 Uhr. Technisch unterstützt werden die Veranstalter von der Abteilung Stadtkino der Kulturinitiative.

„Obwohl eigentlich weniger Fleisch erzeugt werden müsste, damit alle Menschen auf dieser Erde satt werden können, werden zum Schaden des Klimas Urwälder gerodet, um in Europa immer mehr Tiere zu mästen“, sagt Christian Burandt-Gabriel (ackern & rackern). „Aus dem dafür angebauten Soja wird Gülle, die hier Flüsse und Böden belastet“, fügt Manfred Radtke vom BUND hinzu. „Und die Geflügelteilexporte allein nach Afrika haben sich von 1996 bis 2009 vervierfacht – wobei subventioniertes Billigfleisch aus Europa laut Entwicklungshilfeorganisationen nicht etwa die Ernährung in Afrika sichert, sondern im Gegenteil den Markt für heimische Kleinbauern zerstört“, so Angela von Beesten, Sambucus.

Die Folgen für die Natur sind unübersehbar. „Uferschnepfe und Rotschenkel, einst Charaktervögel an Wümme und Oste, kommen nicht mehr vor“, berichtet Thomas Lauber von der BSW. Roland Meyer (NABU) ergänzt: „In Deutschland sind seit 1990 eine Million Feldlerchen verstummt. Der Bestand an Rebhühnern ist um 90 Prozent zurückgegangen.“ Insgesamt lebten auf Europas Wiesen und Äckern nur noch halb so viele Vögel wie 1980. „Und die Masse der Insekten hat so stark abgenommen, dass heute selbst nach langen Überlandfahrten die Windschutzscheibe nicht mehr geputzt werden muss“, sagt Freizeitimker Karsten Frömming. Fachleute seien sich einig, dass die intensive Landwirtschaft erheblichen Anteil an diesen Entwicklungen habe.

Die Veranstalter erkennen die Zwänge, denen heutige Landwirte ausgesetzt sind, und fragen, wem ein solches System eigentlich nützt. „Denn auch viele Bauern fühlen sich nicht wohl und sind in ihrer Existenz bedroht“, erklärt Harald Gabriel (Bioland). Der Zwang zu immer intensiverer Produktion habe sogar dazu geführt, dass in den vergangenen 40 Jahren drei von vier Betrieben aufgegeben hätten.

Zu dem Abend sind auch Vertreter des Landvolks und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft eingeladen. Einen kurzweiligen Einstieg und viele Informationen zum Thema soll der Dokumentarfilm „Bauer unser“ im Kinoformat bieten. Anschließend besteht Gelegenheit zum Gespräch. Das Ende der Veranstaltung ist für etwa 21.30 Uhr vorgesehen.

 

 

 Bi.dunterschrift: Soja aus Südamerika wird zu Gülle auf Rotenburger Feldern

 

NABU-Kranichwagen steht bei Appel

Tausende von Kranichen rasten im Landkreis Rotenburg. Damit man sie beobachten kann, ohne zu stören, hat der NABU wieder seinen speziellen Wagen zwischen Appel und Stemmen aufgebaut. Besonderer Service: Sonntags von etwa zwei Stunden vor bis zum Sonnenuntergang informieren dort ehrenamtliche Ranger über die Biologie und das Zugverhalten der großen Vögel. Sie halten außerdem Leihferngläser bereit und bauen ein Spektiv auf. Aber auch an allen anderen Tagen kann der Wagen genutzt werden, dann auf eigene Faust.

 

„Die Rast bei uns dient den Kranichen dazu, Fettreserven für den Weiterflug nach Südfrankreich und Spanien anzufressen“, erklärt Roland Meyer vom NABU. Störungen schwächten die Tiere unnötig. Besonders an Wochenenden seien die Beobachtungstürme etwa im Tister Bauernmoor und im Huvenhoopsmoor jedoch ziemlich überfüllt. „Daher haben wir für die Zugzeit bis Ende November jetzt zusätzlich einen umgebauten Treckeranhänger aufgestellt. Wer den nutzt, wird von den Kranichen nicht gesehen und sitzt außerdem bequem und trocken“, sagt Meyer.

 

Der Wagen steht etwa 300 Meter von Appel entfernt dicht an der kleinen Straße nach Stemmen. Die Naturschützer danken den Eigentümern, der Familie Selkirk von Gut Appel, und natürlich dem Pächter Carsten Dressler vom Moorweghof in Königsmoor, die den Platz zur Verfügung stellen.

 

Die Wahrscheinlichkeit, die grauen Trompeter vom Beobachtungswagen aus zu sehen und zu hören, ist erfahrungsgemäß besonders in den Nachmittagsstunden bis hin zum frühen Abend hoch. „In der Nähe befindet sich ein Vorsammelplatz. In den vergangenen Jahren sind dort zuverlässig oft etliche Hundert Kraniche nach dem Fressen von den abgeernteten Maisäckern zusammengekommen. Kurz vor Sonnenuntergang sind sie dann gemeinsam aufgebrochen, um im nahen Moor zu übernachten“, erläutert Meyer. Der NABU erwarte, dass die Vögel die Örtlichkeit in diesem Jahr ähnlich nutzen werden. Eine Kranichgarantie freilich geben die Naturschützer nicht: Natur bleibe Natur.

 

 

Bildunterschrift:
NABU-Mitglieder stellen in der Nähe eines Kranichsammelplatzes einen Beobachtungswagen auf. Sonntags sind Ranger vor Ort.

 

Impressionen vom Erntefest

Viel zu sehen, zu schmecken, zu lernen und auszuprobieren gab es am Sonntag, 23. September, im Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa) auf dem Hartmannshof. Der NABU Rotenburg hatte zum Erntefest geladen und viele hundert Besucherinnen und Besucher waren gekommen.

Zahlreiche Stationen setzten sich mit dem Thema Ernte auseinander. So konnten Interessierte beispielsweise verschiedene Getreidesorten zu Mehl mahlen und daraus gleich Brot backen. Auch wurden frischer Saft aus Äpfeln gepresst, Kartoffelringe fritiert, Kräuter- und Blütenbutter zubereitet sowie Popcorn hergestellt.  Viele Gäste nutzten auch die Gelegenheit, etwas über Bienen zu lernen oder einen Blick durch eine Stereolupe zu werfen, die faszinierende dreidimensionale Vergrößerungen liefert.

Eine Fotogallerie gibt einige Einblicke in den schönen Tag.

Fotos: Silke Menker

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Erntefest auf dem Hartmannshof

Auf dem Hartmannshof wird seit einigen Jahren Bio-Landwirtschaft betrieben. Und im Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa) gibt der NABU Rotenburg unter anderem viele Anregungen zum naturnahen Gärtnern. „Was liegt da näher, als ein gemeinsames Erntefest zu feiern?“, sagt Carola Hoppe, stellvertretende NABU-Vorsitzender in Rotenburg. Und weil auch die Stiftung mittendabei etwas zu feiern hat – das Strick-Tipi ist fertig – soll es am Sonntag, 23. September, ein ganz besonderes Hoffest auf dem Hartmannshof geben.

 

Beginn ist um 11.30 Uhr mit einer Andacht zum Erntedank in der großen Scheune. Davor wird das bunte Tipi zu ersten Mal aufgebaut zu sehen sein. „Fünf Meter hoch wird es werden“, sagt Silke Sackman, Leiterin der Stiftungsarbeit der Rotenburger Werke. Und so schließt an den Gottesdienst ab 12 Uhr eine Feierstunde zur Einweihung des Tipis an, in der sich die Stiftung mittendabei herzlich bei den zahlreichen Gruppen und einzelnen Teilnehmerinnen am Tipi-Projekt bedanken möchte. „Uns haben mehr als 5.000 kleine Häkel- und Strickteilchen erreicht!“, sagt Sackmann. „Das hat uns sehr berührt und gefreut!“ Über den Sommer wurden die Teile unter Leitung der Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck zu einer großen Zelthülle gestaltet und zusammengehäkelt. Es zeigt symbolhaft, wie schön und liebenswürdig eine Gesellschaft sein kann, die sich aus lauter Verschiedenem zusammensetzt.

 

Nach der Tipi-Einweihung gibt es Gelegenheit, ein Mittagessen einzunehmen. Und ab 14 Uhr wird es auf dem gesamten Gelände einen Familientag zum Schauen, Staunen und Mitmachen geben. Dafür hat sich der NABU Rotenburg ein buntes Programm überlegt. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, Popcorn oder fritierte Kartoffelspieße selber zu machen. Ein Kräuterquizz, Kornmahlen und daraus Pfannenbrot backen sowie Stockbrot am Lagerfeuer sind einige weitere Aktionen.

 

Ein besonderes Angebot ist das Apfelsaftpressen. Jeder kann mit Hand anlegen beim Äpfel zerkleinern und anschließendem Pressen. „Wir laden auch dazu ein, eigene Äpfel aus dem Garten mitzubringen und vor Ort zu verarbeiten“, sagt Udo Frey vom NABU. Das dürfen allerdings nicht zu große Mengen werden und eigene Gefäße zum Abfüllen müssen dafür mitgebracht werden. Die Besucher erwartet zudem eine Ausstellung von nostalgischen Treckern und Maschinen, die die Freunde alter Landmaschinen, Sottrum, vor Ort vorführen werden. Wer eine kleine Stärkung sucht, findet Kaffee und Kuchen auf de Gelände und im Hofcafé. Das Ende des Erntefestes ist für 17 Uhr vorgesehen.

 

 

 

Familienausflug in den Wald

 Ein ebenso lehrreicher wie kurzweiliger Waldspaziergang speziell für Familien mit Kindern: Dazu lädt der NABU ein für Sonntag, 16. September. Treffen mit Förster Rainer Schild und Rauhaardackel Herkules ist um 15 Uhr an der Straße unmittelbar vor der Mühle in Ahausen.

 

Die Teilnehmer lernen spielerisch viele heimische Baumarten, ihre Früchte und ihre Blätter kennen. Sie suchen Tierspuren und schließen auf die Bewohner des Waldes. Und dann ist da noch die gemütliche Pfeife, die der Gesundheit garantiert nicht schadet, und die Bodenleiter, mit der man nicht auf Bäume klettert. Rainer Schild ist bekannt für seine Freude und sein Talent, Kindern die Natur näher zu bringen.

 

Die etwa zweistündige Veranstaltung richte sich vor allem an den Nachwuchs, aber auch Erwachsene werden viel Interessantes erfahren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

 

Gemeinsam für Mensch und Natur

 Unterstützung für Mensch und Natur: Dafür wirbt der NABU in den kommenden Wochen im Landkreis Rotenburg. Dabei helfen Studenten, denen eine gesunde und artenreiche Umwelt und der Schutz der bedrängten Natur am Herzen liegen.

 

„Mit unserem vielfältigen Umweltbildungsprogramm und den großen und kleinen Projekten haben wir für Mensch und Natur vor Ort viel erreicht“, sagt der Rotenburger NABU-Vorsitzende Roland Meyer. Als Beispiele nennt er den Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa am Hartmannshof, die Wanderwege am Bullensee und die frühere Sandgrube mit der Uferschwalbenwand bei Bötersen. Dazu gehören auch die Möglichkeiten zur Kranichbeobachtung und etliche aufgewertete Biotope, etwa die ehemaligen Fischteiche bei Kirchwalsede, das Laubfroschgelände bei Eversen, der Rotenburger Fledermausbunker und die Libellengewässer bei Wensebrock.

 

Ganz aktuell hat der NABU einen Lichtwasserteich im MEGa neu geschaffen und ein Ameisenvolk angesiedelt, Hecken bei Ahausen angelegt und vor zwei Wochen gemeinsam mit der Biolandwirtschaft des Hartmannshofes ein Beweidungsprojekt an der Rodau bei Rotenburg gestartet. Und bereits seit gut einem Jahr gibt es die Kindergruppe NAJU, die sich regelmäßig trifft. Außerdem betreuen die Naturschützer Storchenhorste, Schleiereulenkästen und Eisvogelbrutwände, beraten Anwohner bei Fragen zu Wespen und Hornissen und betreiben mit übers Jahr 40 Führungen und Vorträgen in der Region und der Beteiligung an Kinderferienprogrammen und Waldjugendspielen reichlich Umweltbildung, Unmittelbar bevor steht ein Hochbeete-Projekt an Kindergärten im Altkreis Rotenburg.

 

„Wir möchten weiter viel bewegen und vielleicht sogar gemeinsam mit anderen NABU-Gruppen eine ständig besetze NABU-Anlaufstelle in der Region aufbauen. Dazu ist neben ehrenamtlichem Einsatz auch Geld nötig“, erklärt die zweite Vorsitzende Carola Hoppe: „Wir bitten daher darum, dass viele neue Menschen im Kreis Rotenburg den Naturschutz durch eine NABU-Mitgliedschaft dauerhaft unterstützen.“ Wer beitrete, fördere nicht nur eine gute Sache, sondern genieße auch selbst viele Vorteile – etwa übers Jahr rund 40 kostenfreie NABU-Exkursionen im gesamten Südkreis Rotenburg, eine regelmäßig erscheinende Mitgliederzeitschrift und freien Eintritt zu den 70 NABU-Zentren in ganz Deutschland. Und je mehr Mitglieder der Naturschutz habe, desto besser könne er mit seinen Anliegen in der Öffentlichkeit und der Politik durchdringen.

 

Die jungen Leute, die für Unterstützung für den Naturschutz werben, sind in den kommenden Wochen von mittags bis in die frühen Abendstunden in allen Gemeinden des Altkreises Rotenburg unterwegs. „Wir wollen niemanden bedrängen, hoffen jedoch, viele Menschen überzeugen zu können“, sagt Hoppe. Der NABU legt bei der Aktion großen Wert auf Seriosität. „Schließlich werben wir mit unserem guten Namen für einen guten Zweck “, erklärt Meyer. Die Studenten können sich als NABU-Mitarbeiter ausweisen und nehmen keinerlei Bargeldspenden an. Auch sind die Polizei und das Ordnungsamt informiert.

 

 Bildunterschrift:

Roland Meyer (von links), Carola Hoppe und Wilfried Glauch vom Vorstand des NABU Rotenburg sowie junge Naturschützer hoffen auf neue Mitglieder

 

Führung durch den Trochel

Förster Henning Küper lädt ein zu einem Streifzug durch den Trochel. Er stellt die Entwicklung des geschützten Waldes am Trochel vor, erläutert den Habitatbaum und führt die Gruppe an die Nelsonsiedlung. Am Lustberg wird von den alten Sagen um diesen mysteriösen Ort berichtet.

Der Termin ist Sonntag, 17. Juni von 9 bis 12 Uhr. Treffpunkt ist die K220 zwischen Brockel und Bellen bei Kilometerstein 2,0.

Erzählabend: Hexen, Nixen, Feuervogel

Hein Benjes erzählt Märchen, Döntjes und Spukgeschichten – vom gelben Mantel im Moor, vom Prinzen mit Eselsohren, von den Vögeln Phönus und Floribunda, von Zauberwesen bei den Grimms und bei Wilhelm Busch...

Der Termin ist Freitag, 15. Juni, 19 bis 21 Uhr. Treffpunkt ist in Rotenburg, Genaueres bei der Anmeldung. Sie erfolgt unter Telefon  04263-6757894.

Jahreshauptversammlung: Vorstand im Amt bestätigt

Zu seiner Mitgliederversammlung hatte der NABU Rotenburg in das Heimathaus in Rotenburg eingeladen. Im 90-minütigen Tätigkeitsbericht kamen nicht nur Roland Meyer als Vorsitzender und Carola Hoppe als Stellvertreterin zu Wort. Auch viele Ehrenamtliche erhielten die Gelegenheit, über die Projekte und Arbeitsfelder zu berichten, in denen sie die Federführung haben. Denn der NABU Rotenburg arbeitet seit gut eineinhalb Jahren mit Arbeitsgruppen für bestimmte Bereiche.

 

Da wären beispielsweise die AG Biotoppflege, die AG Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa) und die AG Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem betreuen die Aktiven Eisvögel-Brutkästen, Störche, Schleiereulen, Turmfalken und beraten zu Themen wie Teichen, Obstwiesen und Blühstreifen sowie bei Problemen mit Wespen, Hornissen und Ameisen. Seit genau einem Jahr gibt es zudem eine Kindergruppe (Naturschutzjugend NAJU). Über deren Arbeit berichtete NAJU-Leiter Michael Himmel.

 

Nach dem bunten und vielfältigen Bericht wurde der Vorstand für die nächsten drei Jahre in seinem Amt bestätigt. Neben Meyer und Hoppe sind das Wilfried Glauch als Kassenwart und Sabine Jeske als Schriftführerin. Zum Ende der Sitzung gab Meyer noch einen Ausblick auf die größeren Projekte, die im Jahr 2018 anstehen werden. Dazu gehören beispielsweise die Errichtung eines Lichtwasserteiches im Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa), die Umsiedlung eines Ameisenvolkes auf das MEGa-Gelände, ein Hochbeeteprojekt mit Kindergärten und – gemeinsam mit der Bio-Landwirtschaft der Rotenburger Werke vom Hartmannshof – ein Beweidungsvorhaben an der Rodau bei Rotenburg.

 

Den Abschluss des Abends bildete die Vorführung des historischen Dokumentarfilms „Die Heide stirbt“, den Erika Jaschinski aus Sittensen extra für die Veranstaltung eingekürzt hatte und mit interessanten Beiträgen kommentierte.

 

Schafstall-Projekt wird ausgezeichnet

Am 29.05.2018 ehrte der Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, Karsten Behr, das Projekt „Translozierung eines Krummsparren-Schafstalls“ als Projekt des Monats Mai, nachdem das Denkmalpflegeprojekt des NABU Rotenburg e.V. von der Stiftung bereits mit über 19.000,- € gefördert wurde. Die NABU-Gruppe erhielt nun im Zuge der Auszeichnung einen Scheck über 500 €.

 

 

Das translozierte Gebäude war an dem alten Standort gefährdet. Insbesondere wirkte sich die Lage am Waldrand ungünstig auf die Dacheindeckung aus Reet aus. Die Konstruktion, bei der krumm gewachsene Hölzer als Sparren dienen, war einst typisch für kleinere Nebengebäude wie Schafställe und Backhäuser im Naturraum Stader Geest, zu dem große Teile des Landkreises Rotenburg gehören. Weil solche kleineren Gebäude in der heutigen Landwirtschaft kaum genutzt werden können und sich auch ein Umbau zu Wohnzwecken kaum anbietet, sind heute nur noch weniger als 20 solcher Konstruktionen erhalten. Der Stall ist einer von fünfen, die bisher in einer musealen oder ähnlichen Umgebung für die Nachwelt gesichert wurden.

 

Der NABU Rotenburg hat sich in ehrenamtlicher Leistung tatkräftig an der Umsetzung mit einer enorm hohen Zahl an Arbeitsstunden beteiligt. „Die ehrenamtliche Realisierung eines Denkmalpflegeprojektes mit einer Gesamtstundenzahl von fast 1.200 Stunden ist in unserer Projektförderung bislang beispiellos“, sagte Stiftungsgeschäftsführer Karsten Behr. Der Schafstall ist jetzt eines der Wahrzeichen des Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa auf dem Hartmannshof der Rotenburger Werke. Das zweieinhalb Hektar große NABU-Gelände bietet eine Fülle von Angeboten für Schulklassen, Familien und Ausflugsgruppen und verbindet so Umweltbildung mit Naherholung und Inklusion. Auch diese Arbeit und viele Einsätze im Biotop- und Artenschutz leistet die NABU-Gruppe ehrenamtlich.

 

In einer kleinen Feierstunde bei bestem Wetter im Mitmach- und Erlebnisgarten überreichte Karsten Behr dem Vorsitzenden des NABU Rotenburg, Roland Meyer, die Auszeichnung in Anwesenheit von Bürgermeister Andreas Weber, dem Landtagsabgeordneten Eike Holsten, dem stellvertretenden Landrat Hans-Joachim Jaap, Thorsten Tillner, Geschäftsführer der Rotenburger Werke, sowie weiteren Vertretern aus Politik und Verwaltung und Aktiven des NABU. Zuvor hatte der Historiker und Häuserforscher Dr. Wolfgang Dörfler die Bedeutung der Fachwerkkonstruktion erläutert.

 

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege - steuerlich abzugsfähige Spenden dafür sind herzlich willkommen (Kontonummer 3115020, BLZ 830 944 95, Ethik-Bank).

 

Regionaltreffen im Schafstall

Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von NABU Gruppen aus der Region trafen sich im Schafstall des Mitmach- und Erlebnisgartens (MEGa) auf dem Hartmannshof in Rotenburg. Das alte, denkmalgeschützte Gebäude erwies sich bei den heißen Temperaturen als ein angenehm temperierter Tagungsraum.

 

Eingeladen hatte die Landesgeschäftsstelle des NABU Niedersachsen. Nach einer Begrüßung durch Roland Meyer, Vorsitzender des NABU Rotenburg, informierte Dr. Holger Buschmann, Geschäftsführer des NABU Niedersachsen, die Anwesenden über die Themen Datenschutzgrundverordnung, ein Streuobstprojekt und die Finanzen des NABU. Michael Himmel berichtete über die NAJU-Arbeit.

 

Georg Radlanski, allseits beliebter Koch im NABU Rotenburg, verwöhnte die Gäste in der Mittagspause mit Gazpacho, Brennessel-Quiche, Dinkelbratlingen und Sour Cream und bewies einmal mehr, dass vegetarische Küche sehr lecker ist kann und satt macht.

 

Die Anwesenden nutzten die freie Zeit zum Kennenlernen und gegenseitigen Austausch. Im Anschluss nahmen eine ganze Reihe Gäste noch das Angebot des NABU Rotenburg an, sich über den MEGa führen zu lassen, oder ein Biotop in Bötersen anzusehen, das der NABU Rotenburg dort pflegt.

 

Sioux - zwischen Tradition und Alltag

 Henrik Scheunemann aus Ahausen hat Aufnahme in den Stamm der Soux gefunden und schon häufig bei ihnen gelebt. Davon berichtet er am Samstag, 26. Mai, am Lagerfeuer im Tipi. Ort: Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa am Hartmannshof bei Rotenburg. Zeit: 20.30 bis 22 Uhr. Weil der Platz im Zelt begrenzt ist, ist eine Anmeldung ist unter 04263-6757894 erforderlich.

 

Scheunemann weiß vom traditionellen Ritt ans Wounded Knee ebenso zu erzählen wie vom rituellen Sonnentanz und Sitten und Gebräuchen rund um Tipi und Friedenspfeife. Auch das Leben in den Reservaten und die Hintergründe spektakulärer Aktionen der Widerstandsbewegung Indian Movement in den 1970er Jahren kommen zur Sprache.

 

Der Abend richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren. Für jüngere Mädchen und Jungen wird es am 1. September einen eigenen Abend am Feuer mit Geschichten aus den Dschungelbüchern geben.

 

NABU-Führung: Fledermäuse entdecken

Wie jagen Fledermäuse? Und warum sind sie in der zweiten Maihälfte rund um die Ahäuser Mühle besonders häufig anzutreffen? Das erklärt der Experte Lothar Bach auf einer NABU-Führung am Freitag, 25. Mai. Mit speziellen Detektoren können die Teilnehmenden dabei die Ultraschalllaute der Tiere hörbar machen. Dadurch lassen sich die Arten im Dunkeln bestimmen. Treffen ist um 21 Uhr an der Ahauser Mühle. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Wümmewiesen unter der Lupe

 Auf Spaziergängen ist jetzt eine Vielzahl bunter Blumen zu entdecken. Wer mehr über sie erfahren möchte, muss wissen, wie sie heißen. Botaniker verwenden einen so genannten Bestimmungsschlüssel. Wie man mit einem solchen Frage-Antwort-Spiel richtig umgeht, vermittelt eine Führung, zu der der NABU Rotenburg für Sonntag, 13. Mai, in die Wümmewiesen bei Scheeßel einlädt. Motto: unter der Lupe. Die Leitung hat der Biologe und Botaniker Dr. Hans-Georg Wagner.

 

Bei Jeersdorf beweidet Landwirt Jürgen Wahlers besonders nasse Wiesen seit einigen Jahren mit Wasserbüffeln. Diese Tiere lernen die Teilnehmer gleich mit kennen. Durch ihre Anwesenheit sind besonders viele Blumen und Kräuter entwickelt, die weitaus meisten von Ihnen Zweikeimblättler, wie der Botaniker sagt. Wie man die von den im Intensiv-Grünland häufigen Gräsern unterscheidet, welche faszinierenden Details ihres Aufbaus man erst mit einer Lupe so richtig sieht und weshalb sie so wichtig für heimische Insekten und damit Amphibien und Reptilien, Vögel und Mäuse sind, erschließt sich auf der etwa zweistündigen Exkursion dann fast von selbst.

 

Mitzubringen sind Gummistiefel oder mindestens festes Schuhwerk sowie etwas Geduld – alles andere (z. B. Lupen oder Fachliteratur) wird gestellt. Treffpunkt ist um 15 Uhr an der Kreuzung Jeersdorfer Waldweg/Hetzweger Straße in Scheeßel-Jeersdorf.

 

 

 Foto: 

Der Biologe Dr. Hans-Georg Wagner zeigt faszinierende Details von Blumen und Kräutern und erklärt den Umgang mit Lupe und Bestimmungsschlüssel.

 

NABU trauert um Günther Synatzschke

Günther Synatzschke ist tot. Wir sind sehr dankbar für den großen Einsatz, den er über viele Jahrzehnte für Mensch und Natur geleistet hat. Er hat 1974 den NABU im Kreis Rotenburg mit gegründet und etliche Jahre im Vorstand Verantwortung getragen. Seine besondere Aufmerksamkeit und Leidenschaft galt den Eulen und Greifvögeln und den Lebensräumen Moor und Heide. Unvergessen sind seine ausgezeichneten und vielfach veröffentlichten Fotos und seine ausgefeilten Bildvorträge. Damit und nicht zuletzt mit seinem feinen Humor hat Günther Synatzschke viele Menschen für den Naturschutz begeistert. Uns nachfolgenden Generationen hat er mit seinem Wissen stets gerne zur Seite gestanden, ohne sich jemals aufzudrängen. Günther Synatzschke ist 93 Jahre alt geworden.

 

Unsere Dankbarkeit gilt auch seiner Frau Gisela, die das Engagement ihres Mannes immer unterstützt und ermöglicht hat. Wir trauern mit ihr.

 

NABU Rotenburg

 

Foto: NABU/Marucs Bosch

 

NABU-Praxisseminar zum Gemüseanbau

Wie bilden sich im Gemüsebeet Pflanzengesellschaften, die sich gegenseitig helfen? Dieses Thema greift ein NABU-Seminar im Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa auf dem Hartmannshof auf. Referent Boris Reinsch aus Brake stellt die Anbaumethode MIlpa vor. Dann erfahren die Teilnehmenden im Beet auf dem MEGa in der Praxis, wie sie auch in Norddeutschland umgesetzt werden kann.

 

Die Milpa ist ein viele Jahrhunderte altes Landwirtschaftssystem, das von den Maya in Mittelamerika bis heute betrieben wird. Angebaut werden Mais, Bohnen und Kürbisse. Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe, die Bohnen liefern dem Mais Stickstoff und die großen Kürbisblätter schützen den Boden vor dem Austrocknen.

 

Das Seminar beginnt um 15 Uhr und endet um etwas 17.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Teilnehmenden werden um eine Kostenbeteiligung von fünf Euro gebeten.

 

 

Bild: Die Maya passen die Maissorten den lokalen Gegebenheiten an. Das sichert genetische Vielfalt.

 

Von Gesang und Revierbildung

 Viele Vögel besetzen derzeit ihre Reviere, singen dabei kräftig und beginnen mit dem Brutgeschäft. Weil das Laub in Bäumen und Hecken noch nicht voll ausgebildet ist, lassen sie sich dabei gut beobachten. Deshalb lädt der NABU für Sonntag, 15. April, zu einer Exkursion mit dem Vogelkundler Robin Maares nach Hemsbünde ein. Beginn ist um 7 Uhr. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

„Viele Menschen haben großes Interesse, sich mit der Natur zu beschäftigen“, freut sich Roland Meyer vom NABU. „Vor allem Vögel üben da einen großen Reiz aus. Und besonders schön ist es, wenn man die Arten auseinanderhalten kann und dadurch einen unmittelbaren Eindruck von der Vielfalt der Natur erhält.“ Dazu seien die Bedingungen Anfang April geradezu ideal.

 

Geleitet wird die Tour von Robin Maares. Als einer der Vorsitzenden der Faunistischen AG im Landkreis Rotenburg und geübter Kartierer ist er einer der profiliertesten Vogelkundler in der Region. Die Exkursion führt rund um eine ehemalige Sandkuhle, die NABU-Mitglied Holger Bargemann gekauft und zu einem Refugium für viele Spezies gemacht hat. „Neben zahlreichen Singvögeln sind häufig auch der Eisvogel, verschiedene Enten und mit ganz viel Glück sogar ein Seeadler zu beobachten“, sagt Bargemann. Ein benachbarter Altholzbestand ist Lebensraum für viele Spechte.

 

Wer hat, sollte ein Fernglas mitbringen. Für alle anderen hält der NABU welche zum Ausleihen bereit. Treffen ist am Sportplatz in Hemsbünde. Der liegt am Ortsausgang Richtung Bothel an der Hemsbünder Straße (K239). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Anschluss an die etwa zweieinhalbstündige Veranstaltung gibt es bei Keksen und einer Tasse Kaffee oder Tee Gelegenheit, einzelne Aspekte mit dem Referenten und dem Grundstücksbesitzer zu vertiefen.

 

Bild:
Besonders farbenprächtig: der männliche Dompfaff. (Foto: NABU/G. Schröder)

 

 

 

 

 

"Ein Eldorado für Naturliebhaber"

„Vom Eise befreit...“ lautete das Motto des Familienspaziergangs, zu dem der NABU Rotenburg nach Lauenbrück eingeladen hatte. Und tatsächlich konnten die Teilnehmer an vielen Stellen während des Rundgangs den beginnenden Frühling in der Natur entdecken. Unter der Leitung von Heino Peters, Vorsitzender des örtlichen Verkehrsvereins und früherer Schulleiter, wanderten rund 30 kleine und große Naturfreunde bei strahlender Sonne auf dem Wasserlehrpfad um die Wümme. Doch nicht nur die Natur stand im Mittelpunkt der Betrachtungen, auch über Geschichtliches wusste Peters zu berichten.

 

„Dieser Graben ist ein Schützengraben aus dem Dreißigjährigen Krieg“, informierte der engagierte Heimatkundler Peters die Teilnehmenden beispielsweise an der Stelle im Buchenhochwald hinter der Lauenbrücker Kirche, an der parallel zur Wümme ein tiefer Graben verläuft. Verblüffend für die Teilnehmer war die Tatsache, dass dort damals (um 1618) noch gar keine Buchen standen. Die seien nämlich „erst 150 Jahre alt“.

 

Vorbei ging es am Regenrückhaltebecken, in dessen Nähe dicke Erdkrötenweibchen zu beobachten waren, die ihren „Ehemann“ auf dem Rücken zum Laichgewässer transportierten. Auch konnte die Gruppe zwei Arten von Solitärbienen beobachten, die in den warmen Sonnenstrahlen ihre Erdlöcher bauten. Weitere Stopps gab es beispielsweise an einer Schilffläche und an der Streuobstwiese, auf die Lauenbrücker Grundschüler „ihren“ Apfelbaum zur Einschulung pflanzen können. Insgesamt zeigten sich viele Teilnehmer überrascht über die Vielfalt der Lebensräume rund um den Wasserlehrpfad. „Das hier ist wirklich ein Eldorado für Naturliebhaber“, fasst es Peters begeistert zusammen.

 

 

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Aus Sämling und Edelreis

Wer möchte sich in der alten Kulturtechnik des Veredelns von Obstbäumen versuchen? Der ist beim Seminar des NABU Rotenburg am Samstagnachmittag, 17. März, in Ottersberg genau richtig. Gleich drei Fachleute – Wolfgang Fuchs, Stefan Blanken und Heinz Kahrs - sorgen dafür, dass weder Theorie noch Praxis zu kurz kommen. Und am Ende nimmt jeder Teilnehmer sein kleines Bäumchen mit nach Hause.

 

Nur von Mitte März bis Anfang April ist es möglich, frisch geschnittene einjährige Triebe von Kern- und Steinobst, so genannte Edelreiser, direkt auf bleistiftstarke Sämlinge zu veredeln. Das neue Bäumchen weist dann die guten Wuchseigenschaften eines Sämlings auf und wird später die schmackhaften Früchte der edlen Sorte tragen. Eine interessante Alternative für Allergiker. „Insbesondere Boskoop, Gravensteiner, Kaiser Wilhelm, Finkenwerder Prinz, Berlepsch und Goldparmäne gelten als gut verträglich“, sagt Kahrs. Außerdem sei die Vielfalt an unterschiedlichen Aromen einfach ein Erlebnis. Und wer mehrere Sorten im Garten oder in der Nachbarschaft hat, kann sich ziemlich sicher sein, dass für jeden Baum ein geeigneter Pollenspender dabei ist. Bei Platzmangel lassen sich sogar mehrere Sorten auf einen Baum veredeln.

 

Kahrs und seine beiden Kollegen erklären den Teilnehmern, was es mit dem Okulieren und dem Pfropfen auf sich hat, und helfen bei eigenen Versuchen. Sie halten für die Teilnehmer Sämlinge und Edelreiser regionaler Sorten bereit. Wer eine wohlschmeckende eigene Apfelsorte oder eine aus dem Bekanntenkreis vermehren möchte, kann gerne einen einjährigen Trieb davon mitbringen. Achtung: „Das Reis muss am Morgen des Kurstages geschnitten worden sein, feucht gehalten und dann nachmittags im Seminar verarbeitet werden“, sagt Kahrs.

 

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher ist eine Anmeldung unter 04205/2957 unbedingt erforderlich. Dabei werden auch der Treffpunkt und die genaue Zeit bekannt gegeben. Der Kostenbeitrag beträgt inklusive Kaffee, Kuchen und neuem Bäumchen 20 Euro.

 

Storchenhorst auf dem Rotenburger Heimathaus ausgebessert.

Am 02.März 2018 trafen sich am Heimathaus Rotenburg Storchenbetreuer Wilfried Glauch und ein Fahrer vom Gebäudemanagement der

Kreisverwaltung mit dem Steiger um das Storchenhorst auszubessern.

Seit dem Aufbau des Horstes im Februar 2014 haben vor allem Krähen den Horst arg ramponiert. Nicht nur die Füllung aus Holzschnitzel war fast gänzlich weg, sondern auch vom geflochtenen Rand fehlte einiges.

Kurzfristig war die Abteilung des Gebäudemanagenents der Kreisverwaltung bereit mit ihren Steiger auszuhelfen.

Bei eisiger Kälte begaben sich Wilfried Glauch und der Steigerfahrer in die luftige Höhe. Zuerst wurde der Rand mit neuen Weideruten repariert. Anschließend wurde der Horst mit zwei Kübel voll Holzschnitzel

wieder gefüllt. Um den Krähen die Entnahme der Holzschnitzel zu erschweren, wurden noch dünne Zweige auf die Holzschnitzel gelegt.

Wilfried Glauch hofft, dass der neu ausgebesserte Horst vielleicht dieses Jahr ein Storchenpaar animiert sich in Rotenburg niederzulassen.

Uferschwalben können kommen

Beim bereits dritten großen Einsatz in diesem Jahr hat der NABU Rotenburg in der Sandgrube bei Bötersen eine Abbruchkante als Nistgelegenheit für Uferschwalben und den Eisvogel hergerichtet. Bei bestem Winterwetter beteiligten sich auch an dieser Aktion wieder rund 30 Erwachsene und einige Kinder.

 

Für ihre um die 60 Zentimeter tiefen Höhlen benötigen Uferschwalben mindestens zwei Meter hohe Sandwände. Damit die Gelege sicher vor Fraßfeinden wie Fuchs und Dachs sind, müssen sie am besten senkrecht abfallen. Zwei solcher Brutgelegenheiten haben die Naturschützer in dem Biotop bei Bötersen jetzt neu angelegt. Die eine ist etwa 25 Meter breit, die andere rund zehn. Außer für eine Kolonie von Uferschwalben kommen solche Plätze auch für den Eisvogel infrage.

 

Die Sandgrube bei Bötersen hat der NABU bereits 2014 im Rahmen des damaligen Projektes Wege zur Artenvielfalt für die Natur optimiert. Außer der Vogelwelt standen dabei vor allem Amphibien wie die seltene Kreuzkröte im Fokus. Auch eine kleine Steilwand für Uferschwalben war damals bereits abgestochen worden. Die war inzwischen jedoch erodiert und für die braunen Flitzer, die zwischenzeitlich dort gebrütet hatten, nicht mehr zu nutzen. Wenn sie etwa Mitte April aus dem Winterquartier in Afrika zurückkehren, finden sie jetzt eine neue Steilwand in der Nähe vor. Sie ist für interessierte Naturfreunde von einer NABU-Beobachtungshütte aus einzusehen.

 

Während die Erwachsenen NABU-Helfer die nicht ganz ungefährliche Arbeit am Steilufer ausführten, hat eine kleine AG mit einigen Kindern etliche Nistkästen in dem Gelände aufgehängt. Bereits im Januar hatte der NABU in einem großen Einsatz den Damm zwischen den beiden Teichen von störendem Weidenaufwuchs befreit. In einer weiteren Aktion hatten die Naturschützer bei Ahausen viele hundert Meter Hecken mit Wildschutzzäunen vor dem Verbiss durch Dammwild geschützt. Standard bei solchen Terminen sind eine gemütliche Pause mit Kaffee und Kuchen und zum Abschluss ein warmes Mittagessen an der frischen Luft. Denn außer um konkrete Ergebnisse für die Natur geht es beim NABU immer auch um Austausch und Gemeinschaft.

 

Weitere größere gemeinsame Arbeitstreffen sind für März und April in den Rodauwiesen, im Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa und in Sottrum und möglichst in Ahausen geplant. Wer Lust hat, zusammen mit anderen netten Leuten ab und an in der Natur ganz konkret tätig zu werden, ist dazu herzlich eingeladen. Infos gibt es beim Roland Meyer, Vorsitzender des NABU Rotenburg, unter Telefon 04263-911206.

 

 

Bildvortrag über Äthiopien

Savannen, Hochgebirgslandschaften und einzigartige Nebelwälder mit wilden Kaffeebäumen: Äthiopien ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Davon berichtet der in Sottrum wohnende Ethnologe Dr. Dirk Bustorf am kommenden Montag, 12. Februar, im Kantor-Helmke-Haus in Rotenburg (Am Kirchhof 10). Der von der Volkshochschule und dem NABU Rotenburg gemeinsam organisierte Bildvortrag beginnt um 19.30 Uhr.

 

Der NABU engagiert sich in Äthiopien außer für die Nebelwälder im Hochland insbesondere im Quellgebiet des Blauen Nils. Der dort gelegene Tanasee etwa ist der größte See des Landes und beheimatet zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Die Region zählt zum Beispiel zu den bedeutendsten Überwinterungsgebieten des Europäischen Kranichs. Aber diese Landschaft ist durch große Investitionsprojekte inzwischen ebenso bedroht wie durch wachsende Bevölkerungszahlen.

 

In seinem mit vielen Fotos anschaulich und kurzweilig gestalteten Vortrag gibt Bustorf Einblicke zum einen in die spektakuläre Natur auf dem „Dach der Welt“; zum anderen geht er insbesondere auf die Beziehungen zwischen den dort lebenden Menschen und ihrer Umwelt ein. „Es gilt, den Naturschutz und die Interessen der lokalen Bevölkerung zum Ausgleich zu bringen. Das ist nicht immer konfliktfrei“, sagt er.

 

Bustorf hat als Ethnologie-Professor an der äthiopischen Universität Gondar geforscht und hat bis Anfang 2016 unter anderem als Fachberater für die im Naturschutz tätige Michael-Succow-Stiftung in Äthiopien gearbeitet. Der Vortrag findet im Auditorium im Dachgeschoss des Kantor-Helmke-Hauses statt. Besucher nutzen bitte den Seiteneingang des Gebäudes. Der Eintritt kostet fünf Euro. NABU-Mitglieder sind befreit.

 

 

NABU-Busreise in die wilden Nordalpen

Der NABU lädt auch in diesem Jahr zu einer Busreise in die wilden Nordalpen ein. Unter der bewährten Leitung vom NABU Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers und der NABU Naturpädagogin Heike Neunaber können Natur- und Kulturinteressierte vom 26. Juli bis 5. August Wanderungen und Besichtigungen in besonders wertvollen Lebensräumen wie der Alpenrosenregion, den blühenden Buckelwiesen, dem Murnauer Moos, an der oberen Isar und im Naturpark Tiroler Lech durchführen. Es steht auch eine Besichtigung des Alpenzoos in Innbruck auf dem Programm. Auch die bayerische und tirolerische Geschichte und Kultur kommen nicht zu kurz, etwa bei einem Besuch des Schlosses Linderhof von Märchenkönig Ludwig II und in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck.

Das Programm findet sich unter www.natur-und-reisen.de und kann unter Tel. 0441/12900 angefordert werden

 

Weiterführende Informationen:

 

Sattgrün sind die Fichten, die sich in den Boden des Ufers krallen, hellgrün schimmernd der idyllische Badersee, dessen Ufer sie säumen. Eine Türkenbundlilie ragt rosa gesprenkelt aus dem Gras hervor. In der Nähe hört man das heisere Krächzen der großen Kolkraben, die in diesem uralten Wald unterhalb der Zugspitze in Grainau bei Garmisch-Partenkirchen ihre Heimat ebenso haben wie viele andere Tier- und Pflanzenarten. Eichhörnchen huschen vorbei. Heike Neunaber, Naturpädagogin des NABU, setzt sich auf einen Felsbrocken, während die Gruppe ihr andächtig lauscht: Hier im Baderseewald erzählt sie eine Sage und ein Märchen; sie hat sich auf die Sagen- und Märchenwelt des Werdenfelser Landes und des angrenzenden Nordtirol spezialisiert und kann zudem über allerlei Spannendes zu den dortigen Pflanzenarten berichten.

Diese Erklärungen und Erzählungen sind ebenso wie Wanderungen und Besichtigungen Bestandteile einer ganz besonderen Reise, die unter inhaltlicher Leitung des NABU in die wilden Nordalpen führt - nach dem großen Erfolg des Vorjahres nun um einen Tag verlängert. Vom Standort Grainau, dem Zugspitzdorf, ausgehend, werden Natur und Kultur, Land und Leute erkundet, "jenseits gängiger touristischer Klischees", wie Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger betont. Er kennt die Region von Kindesbeinen an und leitet die Reise zusammen mit Heike Neunaber. „Wir lassen die Faszination auch besonderer Lebensräume wirken“, sagt der Naturschützer: „Dazu gehört der Naturpark Tiroler Lech, in dem dieser Alpenfluss ungebändigt als einer der bedeutendsten Wildflüsse Europas fließen darf, ebenso wie die Alpenrosenregion auf dem Kreuzeck und das Flussbett der Isar, in dem ein Experte des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern die geradezu exotisch anmutenden Tiere und Pflanzen erläutert - ebenso wie in den schmetterlingsreichen Buckelwiesen bei Krün.“

Zudem, so Wohlers, wird unter fachkundiger Führung ein Steinadlerhorst im Graswangtal beobachtet. Auch die bayerische und tirolerische Geschichte und Kultur kommen nicht zu kurz, etwa bei einem Besuch des Schlosses Linderhof von Märchenkönig Ludwig II und in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Dort steht ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm, ein Besuch des weltweit einmaligen Alpenzoo - auf Blickweite mit Bartgeier, Steinadler, Waldrapp, Bär, Luchs, Wisent und Co und mit Einblicken in atemberaubende Großaquarien, in denen die Lebenswelt der Alpenflüsse und -seen anschaulich präsentiert wird.

Auf der Rückreise dieser im umweltschonenden Bus stattfindenden Reise, die stets bundesweit auf Resonanz stößt, wird eine Übernachtung im nationalparkwürdigen Steigerwald in Ebrach eingelegt und der dortige Baumwipfelpfad begangen.

 

 

Vogelkundlicher Auftakt: Vortrag über zwei Stars

Mit dem Star hat der NABU eine scheinbare Allerweltsart zum Vogel des Jahres 2018 gekürt. Aus gutem Grund. Am Montag, 22. Januar, erläutert der Ornithologe Robin Maares mit vielen Fotos die Lebensweise und die Probleme des schillernden Formationsfliegers. In einem zweiten Teil seines Bildvortrags geht Maares dann auf einen weiteren Star der heimischen Vogelwelt ein – den Kranich. Im Mittelpunkt steht dabei die bei uns weniger bekannte östlichste von drei Zugrouten der Art.

Der Star ist ein Paradebeispiel dafür, wie es um die eigentlich häufigen Vogelarten inzwischen bestellt ist. Spätestens seit der Jahrtausendwende gehen seine Bestände zurück. Bevorzugte Lebensräume wie Wiesen und Weiden werden seltener oder von einer immer intensiveren Landwirtschaft immer stärker genutzt. Hecken und Feldgehölze stören beim Maisanbau, Rinder werden meist ganzjährig in riesigen Ställen gehalten, statt grasen zu können und dabei Mist zu hinterlassen, den einst Insekten nutzen konnten, wovon unter anderem der Star profitierte.

Heute bieten Parks, Gärten und Friedhöfe zum Teil Ersatzlebensräume. Der Vortrag bleibt daher nicht bei der Beschreibung von Problemen stehen, sondern zeigt auch ein paar Möglichkeiten auf, dem Star und anderen Vögeln zu helfen – Gärtnern ohne Gift, Anpflanzen von beerentragenden Büschen und Bäumen, Erhalt von Höhlenbäumen, Anbringen von Nisthilfen.

Nach der Pause geht es beim NABU um Kraniche. Je nach Brutgebiet nutzen sie unterschiedliche Wege in unterschiedliche Winterquartiere. Ganz grob gilt: Skandinavische, mitteleuropäische und baltische Vögel fliegen – häufig mit Rast auch im Kreis Rotenburg – nach Südfrankreich und Spanien. Finnische Kraniche und Tiere aus Estland gelangen über Ungarn, Serbien, Italien und Sizilien nach Nordafrika. Kraniche aus Westrussland und Ost-Finnland hingegen machen sich über das Schwarze Meer und die Türkei auf nach Israel und bis nach Äthiopien.

Maares berichtet von einem Austauschprojekt des NABU mit Vogelschützern aus Israel, an dem er teilgenommen hat. Wie reagieren die Menschen dort auf die durchziehenden Trompeter? Muss um Verständnis geworben werden? Worin unterscheiden sich deutsche und israelische Probleme, Fragestellungen und Konzepte?

Robin Maares hat sich schon in jungen Jahren als engagierter Kartierer und Mit-Initiator der Faunistischen Arbeitsgruppe im Landkreis Rotenburg einen guten Namen gemacht. Sein Vortrag stellt den vogelkundlichen Auftakt zum diesjährigen NABU-Jahresprogramm dar. Er findet im Heimathaus in Rotenburg, Burgstraße 2, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Besucher werden um eine kleine Spende gebeten.

 

Bildnachweis:

 Der Star ist Vogel des Jahres. Der Bestand geht seit 20 Jahren zurück. (Foto: NABU/ Matthias Siebner)

 

 

Weihnachtsoratorium mit Thomas Posth

Drei unvergessliche Benefizkonzerte zugunsten des NABU-Mitmach- und Erlebnisgartens (MEGa) auf dem Hartmannshof hat es schon gespielt -- jetzt kommt das Sinfonieorchester der Universität Hamburg zusammen mit seinem Chor und Leiter Thomas Posth wieder nach Rotenburg. Gemeinsam führen die 130 jungen Musikerinnen und Musiker das Weihnachtsoratorium (Kantaten 1 bis 3) von Johann Sebastian Bach auf. Die Soli übernehmen Kerstin Dietl (Sopran), Hanna Szperalski (Alt), Joscha Eggers (Tenor) und Carsten Krüger (Bass).

 

"Wir freuen uns sehr, dass die Musiker und Thomas Posth so gern zu uns nach Rotenburg kommen", sagt Roland Meyer, 1. Vorsitzender des NABU Rotenburg. Dieses Mal findet das Konzert allerdings nicht in der allseits beliebten Scheune auf dem Hartmannshof statt, sondern in der Rotenburger Stadtkirche. "Für ein Scheunenkonzert ist der Dezember nicht der richtige Monat", begründet Meyer die Entscheidung. Er ist sich aber sicher, dass die jungen Musiker unter ihrem charismatischen Dirigenten die Zuhörer mit ihrer frischen, sympathischen Art und ihrem hohen Können in ihren Bann ziehen werden.

 

Ausrichter der Veranstaltung sind die Rotenburger Werke. Das Konzert findet statt am Sonnabend, 16. Dezember, um 19 Uhr in der Stadtkirche Rotenburg. Karten gibt es für 20 Euro, ermäßigt zehn Euro, in der Buchhandlung Müller in Rotenburg. Den Erlös verwendet das Orchester für eine im nächsten Semester geplante Konzertreise.

Auf die Nutzung kommt es an

Bild: NABU-Mitglieder stellen an der Rodau Pfähle auf. Schon nach dem ersten Jahr Beweidung der Fläche steigt die Artenvielfalt wieder. (Foto: R. Meyer)
Bild: NABU-Mitglieder stellen an der Rodau Pfähle auf. Schon nach dem ersten Jahr Beweidung der Fläche steigt die Artenvielfalt wieder. (Foto: R. Meyer)

NABU-Führung an der Rodau thematisiert artenreiches Grünland

Was macht artenreiches Grünland aus? Und weshalb

ist es für den Haushalt der Natur so wertvoll? Auf einer NABU-Exkursion bei Rotenburg am

Sonntag, 16. Juni, 15 bis 17 Uhr,

haben alle Teilnehmenden Gelegenheit, gemeinsam mit dem Botaniker Reinhard Schraa von der Unteren

Naturschutzbehörde einmal ganz genau hinzusehen.

Welche Pflanzen-, Insekten- und in der Folge

Wirbeltierarten Wiesen besiedeln, hängt entscheidend von der Nutzung der Flächen ab. Diese Zusammenhänge zeigt Schraa beispielhaft auf den Wiesen beiderseits der Rodau am Orteingang von Rotenburg. Dort hat der NABU in den vergangenen Jahren rund 9 Hektar Grünland erworben. Schon nach kurzer Zeit stellen sich die ersten Erfolge ein. Am entstehen ist ein Mosaik aus extensiv beweideten Flächen neben naturschonend gemähten Wiesen und kleinen Brachen. Früher haben Wissen und Weisen rund die Hälfte der mehr als 1.400 Quadratmeter umfassenden landwirtschaftlichen Nutzfläche im Landkreis Rotenburg eingenommen. Inzwischen sind viele zu Äckern umgebrochen worden. Auf etlichen weiteren werden wenige Hochleistungsgräser mit hohem Düngebedarf für bis zu sechsmaliges Mähen im Jahr angebaut. Als einigermaßen artenreiches

Grünland werden nur noch 40 Quadratkilometer eingestuft. Das entspricht 2,7 Prozent.

Eine Anmeldung zur Führung ist nicht erforderlich.

Treffen ist im Rotenburger Stockforthsweg an der Stelle, an der der die asphaltierte Fahrbahn endet und eine Weiterfahrt mit dem Auto untersagt ist.

Die Welt der Schafe

Zu einem Ausflug in die Welt der Schafe lädt der Nabu Rotenburg ein. Als Referentin konnte der Umweltverband die Schäferin Anke Goertsches vom Weidenhof in Lünzen gewinnen. Am Freitag, 14. Juni, von 17 bis 19 Uhr zeigt sie ihre Herde und erläutert, was das Besondere an alten Rassen ist.

 

Darüber hinaus erfahren die Teilnehmenden, warum diese Form der Schafhaltung nachhaltig ist und wo die Schwierigkeiten bei der Vermarktung von Lammfleisch und Wolle liegen. Ganz nach Interesse erlaubt die Führung weiterhin einen Einblick in landwirtschaftliche Bürokratie, den Vertragsnaturschutz und Schutzmaßnahmen vor dem Wolf.

 

Treffpunkt für die Veranstaltung ist der Weidenhof, Rieper Moor 2, in Lünzen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Foto: Weidenhof

 

Zwei Konzerte auf dem Hartmannshof

Wegen der großen Nachfrage wird es am Sonntag, 30. Juni, zwei Konzerte mit dem Sinfonieorchester der Universität Hamburg auf dem Hartmannshof der Rotenburger Werke geben. „Wie in den letzten Jahren sind uns auch dieses Mal die Karten quasi aus den Händen gerissen worden, noch bevor wir überhaupt Werbung gemacht haben“, sagen Pastorin Jutta Wendland-Park (Rotenburger Werke) und Roland Meyer vom NABU Rotenburg. Wegen der vielen enttäuschten Klassikfans, die auch in diesem Jahr wieder keine Karte abbekommen hätten, wollen Dirigent Thomas Posth und seine Musiker ihr Programm nun kurzentschlossen zweimal aufführen.

 

Beginn des ersten Benefiz-Konzerts ist 15 Uhr (Einlass ab 14 Uhr). Das zweite startet um 19 Uhr (Einlass um 18 Uhr). Für die Abendveranstaltung sind nur noch wenige Restkarten bei der Hauptstelle der Volksbank Wümme-Wieste in Sottrum zu erhalten. Karten für das zusätzliche Nachmittagskonzert werden ab sofort ebenfalls dort verkauft. Wie gewohnt können Tickets außerdem bei Buch & Aktuelles in Rotenburg sowie in der Geschäftsstelle der Rotenburger Werke, Lindenstraße 14, erworben werden. Erwachsene zahlen im Vorverkauf 17 Euro, Kinder 8 Euro. Den Erlös verwenden NABU und Rotenburger Werke für Pflege, Instandhaltung und Entwicklung des Mitmach- und Erlebnisgartens MEGa.

 

Zu dieser fünften Ausgabe des Konzerts bringt Dirigent Posth nicht nur seine rund 70 Instrumentalisten mit, sondern noch den etwa gleich stark besetzten Chor der Universität Hamburg. „Die Sängerinnen und Sänger wollten unbedingt auch einmal das besondere Flair in der Scheune des Hartmannshofes erleben. Das Orchester erzählt ihnen jedes Jahr immer so begeistert“, sagt der engagierte Dirigent, Musiker und Hochschullehrer. Also wird es dieses Mal eng auf dem Podest in der Scheune.

 

Auf dem Programm stehen mit Joseph Haydn ein bekannter Vertreter der Wiener Klassik und mit Felix Mendelssohn-Bartholdy ein bedeutender Musiker der Romantik, die den meisten Zuhörern ein Begriff sein werden. Doch Posth bringt mit den zeitgenössischen Komponisten Jaakko Mäntyjärvi, Eric Whitacre und Henrik Albrecht auch neue Höreindrücke mit an die Wümme – so beispielsweise das Werk „20.000 Meilen unter dem Meer“ für Sinfonieorchester, Chor und drei Sprecher. „Die Musik ist sehr filmmusikalisch, mit zauberhaften Harmonien und schmissigen Melodien und sie erlebt in Rotenburg ihre Welt-Zweitaufführung“, sagt Posth, der mit seinen Musikern bereits zwei Tage vor dem Konzert zu einem Probenwochenende nach Rotenburg kommt. Die Anreise wird wieder finanziell unterstützt durch die Volksbank Wümme-Wieste.

 

Fledermäusen auf der Spur

Bild: Mit rund 40 Zentimetern Spannweite ist das Große Mausohr die größte europäische Fledermaus. (Foto: Otto Schäfer, NABU
Bild: Mit rund 40 Zentimetern Spannweite ist das Große Mausohr die größte europäische Fledermaus. (Foto: Otto Schäfer, NABU

NABU lädt für Mittwoch zur Abendexkursion nach  Visselhövede

 Könnten wir Menschen sie hören, wären manche so laut wie ein Presslufthammer. Aber für uns spielt sich der Großteil des Lebens heimischer  Fledermäuse im Verborgenen ab. Licht ins Dunkel bringt die NABU-Exkursion am

Mittwochabend, 29.Mai, in Visselhövede.

Dabei lernen die Teilnehmenden unter anderem, die

Ultraschall-Rufe der Tiere mit speziellen Detektoren für menschliche Ohren hörbar zu machen.

Als Referenten hat der NABU Lothar Bach aus

Bremen gewonnen. Der für den Südkreis Rotenburg zuständige offizielle Fledermausbetreuer beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren beruflich mit dieser Artengruppe und kann genau erklären, welche Arten wie und auf welchen Frequenzen rufen. Außer Lebensweisen und Lebensraumansprüchen geht er auch auf Gefährdungen und mögliche Schutzmaßnahmen ein.

Die Veranstaltung zum Leben der nachtaktiven Jäger beginnt um 21 Uhr und dauert eineinhalb bis zwei Stunden.

Treffen ist in Visselhövede auf dem Parkplatz vor dem Visselbad (fürs Navi: Visselhövede, Zu

dem Visselwiesen).

Teilnehmende sollten daran denken, dass es nachts noch recht kalt werden kann, und sich entsprechend kleiden.

Von Rundmaden und Schwarmzellen

Markierte Bienenköniginnen sind im Volk schnell zu erkennen. (Foto: Pixaby; Abdruck kostenlos)
Markierte Bienenköniginnen sind im Volk schnell zu erkennen. (Foto: Pixaby; Abdruck kostenlos)

NABU lädt zum Blick ins Bienenvolk in den MEGa am Hartmannshof

Ende Mai steuern Bienenvölker auf den Höhepunkt

ihrer Entwicklung hin. Die Völker bestehen dann aus 30.000 bis 50.000 Bienen.

Wer einmal einen Blick in einen Bienenstock werfen möchte, ist auf der NABU-Veranstaltung an diesem

Sonntag, 26. Mai, 15 bis 17 Uhr willkommen.

Bei den Bienenvölkern im Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa auf dem Hartmannshof gibt Roland Meyer einen kleinen Einblick in die Tätigkeiten einer kleinen Imkerei und das Treiben in der Bienenbeute. Die Teilnehmenden erfahren, was Schwarmzellen sind, wie Imker Völker vermehren können und was es mit Absperrgittern und mit dem Schröpfen auf sich hat. Sie sehen verdeckelte Honig- Brutwaben und wie sich Eier zur Rund- und Streckmaden entwickeln und sich verpuppten, um sich schließlich zu fertigen Bienen zu entwickeln. Und beim Blick durch die Stereolupe sind die acht Beine der gefürchteten Varroamilbe zu erkennen.

Wer direkt ins Bienenvolk schauen möchte, sollte langärmlige und helle, aber keine rote Kleidung anziehen. Gut ist, wenn Pulli oder Jacke nicht allzu eng anliegen. Der NABU hält Schlüpfschleier zum Ausleihen bereit, die Kopf und Gesicht schützen. Die zweistündige Veranstaltung richtet sich an Laien, die keine Bienen halten, aber sich für deren Biologie interessieren. Sie ersetzt keinen Lehrgang, wie ihn angehende Imker absolvieren sollten.