Bei Steinadler und Alpensalamander

NABU knüpft mit neuem Thema an beliebte Cornwall-Abende an

Steinadler, Alpensalamander, Enzian und Alpenrose: Wer die richtigen Stellen kennt, kommt solchen Naturschätzen in den Nordalpen und am Tiroler Lech sehr nahe. Davon handelt ein NABU-Bildvortrag am

Mittwoch, 28. November,

im Heimathaus in Rotenburg (Burgstraße 2). Beginn ist um 19 Uhr.

Referent ist Rüdiger Wohlers. Der Geschäftsführer des NABU-Bezirks Oldenburg und seine Frau Heike Neunaber, Naturpädagogin, haben sich in Rotenburg schon in der Vergangenheit mit kenntnisreichen Berichten und stimmungsvollen Fotos aus Cornwall einen Namen gemacht. Daran knüpfen sie mit dem neuen Thema nahtlos an.

Und weil es der Abschlussabend des diesjährigen NABU-Programm ist, der besonders gemütlich sein soll, bereitet der NABU einen zum Land passenden kleinen Snack vor und serviert ein Gläschen Veltliner. „So werden neben Ohren und Augen weitere Sinne angesprochen“, sagt die stellvertretende Vorsitzende

Carola Hoppe.

Wohlers kennt die faszinierende Landschaft im Werdenfelser Land in Oberbayern und das angrenzende Tirol seit frühester Kindheit und hat für den NABU Reisen dorthin ausgearbeitet. Im Vordergrund steht das Naturerlebnis, aber auch Geschichte und Kultur, Sagen und Märchen kommen nicht zu kurz. Der Tiroler Lech ist neben der Loire der einzige noch ungezähmte Wildfluss Europas.

Der NABU bittet um einen Kostenbeitrag in Höhe von zehn Euro pro Person.

Damit die Naturschützer den Imbiss gut planen können, bitten sie um Anmeldung

unter 04263-6757894.

Das ist bis Montagnachmittag, 26. November, 15.30 Uhr

möglich.

Vortrag: Glück als Staatsziel

Ein Land mit einer positiven CO2-Bilanz, in dem 50 Prozent aller Flächen unter Naturschutz stehen, und das in Kürze zu 100 Prozent ökologischen Landbau betreibt? Das klingt in der heutigen Zeit nach einer unrealistischen Träumerei. Und doch gibt es dieses Land: Es heißt Bhutan.

 

Als Hans-Dieter Pöhls sich zum ersten Mal mit diesem winzigen Staat im Himalaya beschäftigte, war er gleich fasziniert – natürlich von der atemberaubenden Landschaft, aber noch viel mehr von dem buddhistisch geprägten Gesellschaftsmodell. Dort ist das Glück der Bewohner in der Verfassung festgeschrieben. Wohlstand wird nicht am Wirtschaftswachstum, sondern am Wohlbefinden seiner Menschen bemessen. Ein Ministerium erhebt regelmäßig den Glückszustand der Bewohner und sorgt für Verbesserung, wo es Schwachstellen erkennt.

 

Darüber, welche Faktoren das Bruttosozialglück bestimmen, wie glücklich die Menschen dort wirklich sind und was die westliche Zivilisation von diesem fernöstlichen Gesellschaftsmodell lernen kann, berichtet der NABU-Aktive Pöhls aus Achim in einem unterhaltsamen, medial unterstützten Vortrag. Dazu lädt der NABU Rotenburg zum Freitag, 9. November, in das Nötel-Haus in die Mühlenstraße 10 nach Scheeßel ein. Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Rotenburger Umweltverbände laden zum Filmabend

Das heutige System in der Landwirtschaft muss umgebaut werden. Zum Wohle der Natur, für das Klima und im Sinne der Welternährung. Zu einem Film- und Gesprächsabend laden Ackern und Rackern, der BUND, der Bioland-Landesverband Niedersachsen, die BSW, die Freizeitimker Wümmeregion, der NABU und Sambucus gemeinsam ins Rotenburger Rathaus ein. Termin: Mittwoch, 7. November, 19.30 Uhr. Technisch unterstützt werden die Veranstalter von der Abteilung Stadtkino der Kulturinitiative.

„Obwohl eigentlich weniger Fleisch erzeugt werden müsste, damit alle Menschen auf dieser Erde satt werden können, werden zum Schaden des Klimas Urwälder gerodet, um in Europa immer mehr Tiere zu mästen“, sagt Christian Burandt-Gabriel (ackern & rackern). „Aus dem dafür angebauten Soja wird Gülle, die hier Flüsse und Böden belastet“, fügt Manfred Radtke vom BUND hinzu. „Und die Geflügelteilexporte allein nach Afrika haben sich von 1996 bis 2009 vervierfacht – wobei subventioniertes Billigfleisch aus Europa laut Entwicklungshilfeorganisationen nicht etwa die Ernährung in Afrika sichert, sondern im Gegenteil den Markt für heimische Kleinbauern zerstört“, so Angela von Beesten, Sambucus.

Die Folgen für die Natur sind unübersehbar. „Uferschnepfe und Rotschenkel, einst Charaktervögel an Wümme und Oste, kommen nicht mehr vor“, berichtet Thomas Lauber von der BSW. Roland Meyer (NABU) ergänzt: „In Deutschland sind seit 1990 eine Million Feldlerchen verstummt. Der Bestand an Rebhühnern ist um 90 Prozent zurückgegangen.“ Insgesamt lebten auf Europas Wiesen und Äckern nur noch halb so viele Vögel wie 1980. „Und die Masse der Insekten hat so stark abgenommen, dass heute selbst nach langen Überlandfahrten die Windschutzscheibe nicht mehr geputzt werden muss“, sagt Freizeitimker Karsten Frömming. Fachleute seien sich einig, dass die intensive Landwirtschaft erheblichen Anteil an diesen Entwicklungen habe.

Die Veranstalter erkennen die Zwänge, denen heutige Landwirte ausgesetzt sind, und fragen, wem ein solches System eigentlich nützt. „Denn auch viele Bauern fühlen sich nicht wohl und sind in ihrer Existenz bedroht“, erklärt Harald Gabriel (Bioland). Der Zwang zu immer intensiverer Produktion habe sogar dazu geführt, dass in den vergangenen 40 Jahren drei von vier Betrieben aufgegeben hätten.

Zu dem Abend sind auch Vertreter des Landvolks und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft eingeladen. Einen kurzweiligen Einstieg und viele Informationen zum Thema soll der Dokumentarfilm „Bauer unser“ im Kinoformat bieten. Anschließend besteht Gelegenheit zum Gespräch. Das Ende der Veranstaltung ist für etwa 21.30 Uhr vorgesehen.

 

 

 Bi.dunterschrift: Soja aus Südamerika wird zu Gülle auf Rotenburger Feldern

 

NABU-Kranichwagen steht bei Appel

Tausende von Kranichen rasten im Landkreis Rotenburg. Damit man sie beobachten kann, ohne zu stören, hat der NABU wieder seinen speziellen Wagen zwischen Appel und Stemmen aufgebaut. Besonderer Service: Sonntags von etwa zwei Stunden vor bis zum Sonnenuntergang informieren dort ehrenamtliche Ranger über die Biologie und das Zugverhalten der großen Vögel. Sie halten außerdem Leihferngläser bereit und bauen ein Spektiv auf. Aber auch an allen anderen Tagen kann der Wagen genutzt werden, dann auf eigene Faust.

 

„Die Rast bei uns dient den Kranichen dazu, Fettreserven für den Weiterflug nach Südfrankreich und Spanien anzufressen“, erklärt Roland Meyer vom NABU. Störungen schwächten die Tiere unnötig. Besonders an Wochenenden seien die Beobachtungstürme etwa im Tister Bauernmoor und im Huvenhoopsmoor jedoch ziemlich überfüllt. „Daher haben wir für die Zugzeit bis Ende November jetzt zusätzlich einen umgebauten Treckeranhänger aufgestellt. Wer den nutzt, wird von den Kranichen nicht gesehen und sitzt außerdem bequem und trocken“, sagt Meyer.

 

Der Wagen steht etwa 300 Meter von Appel entfernt dicht an der kleinen Straße nach Stemmen. Die Naturschützer danken den Eigentümern, der Familie Selkirk von Gut Appel, und natürlich dem Pächter Carsten Dressler vom Moorweghof in Königsmoor, die den Platz zur Verfügung stellen.

 

Die Wahrscheinlichkeit, die grauen Trompeter vom Beobachtungswagen aus zu sehen und zu hören, ist erfahrungsgemäß besonders in den Nachmittagsstunden bis hin zum frühen Abend hoch. „In der Nähe befindet sich ein Vorsammelplatz. In den vergangenen Jahren sind dort zuverlässig oft etliche Hundert Kraniche nach dem Fressen von den abgeernteten Maisäckern zusammengekommen. Kurz vor Sonnenuntergang sind sie dann gemeinsam aufgebrochen, um im nahen Moor zu übernachten“, erläutert Meyer. Der NABU erwarte, dass die Vögel die Örtlichkeit in diesem Jahr ähnlich nutzen werden. Eine Kranichgarantie freilich geben die Naturschützer nicht: Natur bleibe Natur.

 

 

Bildunterschrift:
NABU-Mitglieder stellen in der Nähe eines Kranichsammelplatzes einen Beobachtungswagen auf. Sonntags sind Ranger vor Ort.

 

Impressionen vom Erntefest

Viel zu sehen, zu schmecken, zu lernen und auszuprobieren gab es am Sonntag, 23. September, im Mitmach- und Erlebnisgarten (MEGa) auf dem Hartmannshof. Der NABU Rotenburg hatte zum Erntefest geladen und viele hundert Besucherinnen und Besucher waren gekommen.

Zahlreiche Stationen setzten sich mit dem Thema Ernte auseinander. So konnten Interessierte beispielsweise verschiedene Getreidesorten zu Mehl mahlen und daraus gleich Brot backen. Auch wurden frischer Saft aus Äpfeln gepresst, Kartoffelringe fritiert, Kräuter- und Blütenbutter zubereitet sowie Popcorn hergestellt.  Viele Gäste nutzten auch die Gelegenheit, etwas über Bienen zu lernen oder einen Blick durch eine Stereolupe zu werfen, die faszinierende dreidimensionale Vergrößerungen liefert.

Eine Fotogallerie gibt einige Einblicke in den schönen Tag.

Fotos: Silke Menker

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Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel"

Wie entwickelt sich die Zahl der Vögel, die sich im Winter in Gärten und Parks aufhalten? Um das herauszufinden, ruft der NABU alle Naturliebhaber zur großen Zählaktion zwischen dem 5. und 7. Januar auf. Das Meldeformular gibt es online unter www.stundederwintervoegel.de. Unter den Teilnehmern werden wertvolle Preise verlost.

„Bei der Aktion im vergangenen Jahr haben bundesweit 120.000 Vogelfreunde mitgemacht. Insgesamt gingen Meldungen aus 85.000 Gärten und Parks mit über zwei Millionen gezählten Vögeln ein“, informiert Roland Meyer, Vorsitzender des NABU Rotenburg. Der Haussperling ergatterte dabei den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Blaumeise, Feldsperling und Amsel. Nun erhofft sich der NABU auch 2018 wieder eine rege Beteiligung. „Denn je größer die Teilnehmerzahl ist, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse“, sagt Meyer.

Ziel der Zählerei ist es, einen breiten Überblick gerade über das Vorkommen von Allerweltsvögeln zu gewinnen. Über deren Bestand liegt nämlich manchmal weniger Material vor als über Seltenheiten. Außerdem können Informationen über kurzfristige Besonderheiten und über langfristige Änderung von Zugverhalten gewonnen werden: Bleiben vermehrt klassische Zugvögel das ganze Jahr bei uns? Wie viele Wintergäste aus Nord- und Osteuropa – etwa Bergfinken, Rotdrosseln und Seidenschwänze – ergänzen derzeit die heimische Vogelwelt? Und wie stark ist der Verwandtschaftsbesuch, den einige hiesige Arten wie Schwanzmeise, Buchfink, Saatkrähe und Dohle aus Skandinavien und Russland erhalten haben?

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus. „Wer mitmachen möchte, muss kein Fachmann sein. Die 35 wichtigsten Arten stellt der NABU mit Bild und Text im Internet vor. Und etwaige einzelne Fehler fallen wegen der hohen Zahl der zu erwartenden Einsendungen statistisch nicht ins Gewicht“, erläutert Meyer.

Die Zählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. „Durch diese Regel werden Doppelzählungen vermieden“, erklärt Meyer. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 16. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort ausgewertet. Zudem ist am 6. und 7. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. Als kleine Belohnung werden unter den Teilnehmenden mehr als 50 Preise verlost. Hauptgewinn ist ein Fernglas der Spitzenklasse.

 

Foto: NABU/Frank Derer

Das Jahresprogramm 2018 ist da

Das Jahresprogramm 2018 des NABU Rotenburg ist da. Es ist noch etwas bunter als in den Vorjahren. Teilnehmende können die Blume des Jahres kennenlernen oder erleben, was Wegeseitenränder so wertvoll macht. Es gibt die Möglichkeit, einen Kettensägen-Schein zu erwerben oder selber beim Naturschutz mit anzupacken.  Auch eine Fahrt zum Otterzentrum nach Hankensbüttel wird angeboten sowie ein Spaziergang für die ganze Familie in der Natur. Bei rund 40 Veranstaltungen über das Jahr verteilt findet jeder Naturfreund bestimmt das eine oder andere Angebot, das ihn interessiert.

Mitglieder des NABU Rotenburg haben das Programmheft bereits zugesandt bekommen. Jetzt liegt es auch in Rathäusern, Sparkassen und Volksbanken in den Gemeinden im Südkreis Rotenburg aus. Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Jahresprogramm als pdf hier herunterzuladen.

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Weihnachtsoratorium mit Thomas Posth

Drei unvergessliche Benefizkonzerte zugunsten des NABU-Mitmach- und Erlebnisgartens (MEGa) auf dem Hartmannshof hat es schon gespielt -- jetzt kommt das Sinfonieorchester der Universität Hamburg zusammen mit seinem Chor und Leiter Thomas Posth wieder nach Rotenburg. Gemeinsam führen die 130 jungen Musikerinnen und Musiker das Weihnachtsoratorium (Kantaten 1 bis 3) von Johann Sebastian Bach auf. Die Soli übernehmen Kerstin Dietl (Sopran), Hanna Szperalski (Alt), Joscha Eggers (Tenor) und Carsten Krüger (Bass).

 

"Wir freuen uns sehr, dass die Musiker und Thomas Posth so gern zu uns nach Rotenburg kommen", sagt Roland Meyer, 1. Vorsitzender des NABU Rotenburg. Dieses Mal findet das Konzert allerdings nicht in der allseits beliebten Scheune auf dem Hartmannshof statt, sondern in der Rotenburger Stadtkirche. "Für ein Scheunenkonzert ist der Dezember nicht der richtige Monat", begründet Meyer die Entscheidung. Er ist sich aber sicher, dass die jungen Musiker unter ihrem charismatischen Dirigenten die Zuhörer mit ihrer frischen, sympathischen Art und ihrem hohen Können in ihren Bann ziehen werden.

 

Ausrichter der Veranstaltung sind die Rotenburger Werke. Das Konzert findet statt am Sonnabend, 16. Dezember, um 19 Uhr in der Stadtkirche Rotenburg. Karten gibt es für 20 Euro, ermäßigt zehn Euro, in der Buchhandlung Müller in Rotenburg. Den Erlös verwendet das Orchester für eine im nächsten Semester geplante Konzertreise.