Sioux - zwischen Tradition und Alltag

 Henrik Scheunemann aus Ahausen hat Aufnahme in den Stamm der Soux gefunden und schon häufig bei ihnen gelebt. Davon berichtet er am Samstag, 26. Mai, am Lagerfeuer im Tipi. Ort: Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa am Hartmannshof bei Rotenburg. Zeit: 20.30 bis 22 Uhr. Weil der Platz im Zelt begrenzt ist, ist eine Anmeldung ist unter 04263-6757894 erforderlich.

 

Scheunemann weiß vom traditionellen Ritt ans Wounded Knee ebenso zu erzählen wie vom rituellen Sonnentanz und Sitten und Gebräuchen rund um Tipi und Friedenspfeife. Auch das Leben in den Reservaten und die Hintergründe spektakulärer Aktionen der Widerstandsbewegung Indian Movement in den 1970er Jahren kommen zur Sprache.

 

Der Abend richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren. Für jüngere Mädchen und Jungen wird es am 1. September einen eigenen Abend am Feuer mit Geschichten aus den Dschungelbüchern geben.

 

NABU-Führung: Fledermäuse entdecken

Wie jagen Fledermäuse? Und warum sind sie in der zweiten Maihälfte rund um die Ahäuser Mühle besonders häufig anzutreffen? Das erklärt der Experte Lothar Bach auf einer NABU-Führung am Freitag, 25. Mai. Mit speziellen Detektoren können die Teilnehmenden dabei die Ultraschalllaute der Tiere hörbar machen. Dadurch lassen sich die Arten im Dunkeln bestimmen. Treffen ist um 21 Uhr an der Ahauser Mühle. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Wümmewiesen unter der Lupe

 Auf Spaziergängen ist jetzt eine Vielzahl bunter Blumen zu entdecken. Wer mehr über sie erfahren möchte, muss wissen, wie sie heißen. Botaniker verwenden einen so genannten Bestimmungsschlüssel. Wie man mit einem solchen Frage-Antwort-Spiel richtig umgeht, vermittelt eine Führung, zu der der NABU Rotenburg für Sonntag, 13. Mai, in die Wümmewiesen bei Scheeßel einlädt. Motto: unter der Lupe. Die Leitung hat der Biologe und Botaniker Dr. Hans-Georg Wagner.

 

Bei Jeersdorf beweidet Landwirt Jürgen Wahlers besonders nasse Wiesen seit einigen Jahren mit Wasserbüffeln. Diese Tiere lernen die Teilnehmer gleich mit kennen. Durch ihre Anwesenheit sind besonders viele Blumen und Kräuter entwickelt, die weitaus meisten von Ihnen Zweikeimblättler, wie der Botaniker sagt. Wie man die von den im Intensiv-Grünland häufigen Gräsern unterscheidet, welche faszinierenden Details ihres Aufbaus man erst mit einer Lupe so richtig sieht und weshalb sie so wichtig für heimische Insekten und damit Amphibien und Reptilien, Vögel und Mäuse sind, erschließt sich auf der etwa zweistündigen Exkursion dann fast von selbst.

 

Mitzubringen sind Gummistiefel oder mindestens festes Schuhwerk sowie etwas Geduld – alles andere (z. B. Lupen oder Fachliteratur) wird gestellt. Treffpunkt ist um 15 Uhr an der Kreuzung Jeersdorfer Waldweg/Hetzweger Straße in Scheeßel-Jeersdorf.

 

 

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Der Biologe Dr. Hans-Georg Wagner zeigt faszinierende Details von Blumen und Kräutern und erklärt den Umgang mit Lupe und Bestimmungsschlüssel.

 

NABU trauert um Günther Synatzschke

Günther Synatzschke ist tot. Wir sind sehr dankbar für den großen Einsatz, den er über viele Jahrzehnte für Mensch und Natur geleistet hat. Er hat 1974 den NABU im Kreis Rotenburg mit gegründet und etliche Jahre im Vorstand Verantwortung getragen. Seine besondere Aufmerksamkeit und Leidenschaft galt den Eulen und Greifvögeln und den Lebensräumen Moor und Heide. Unvergessen sind seine ausgezeichneten und vielfach veröffentlichten Fotos und seine ausgefeilten Bildvorträge. Damit und nicht zuletzt mit seinem feinen Humor hat Günther Synatzschke viele Menschen für den Naturschutz begeistert. Uns nachfolgenden Generationen hat er mit seinem Wissen stets gerne zur Seite gestanden, ohne sich jemals aufzudrängen. Günther Synatzschke ist 93 Jahre alt geworden.

 

Unsere Dankbarkeit gilt auch seiner Frau Gisela, die das Engagement ihres Mannes immer unterstützt und ermöglicht hat. Wir trauern mit ihr.

 

NABU Rotenburg

 

Foto: NABU/Marucs Bosch

 

NABU-Praxisseminar zum Gemüseanbau

Wie bilden sich im Gemüsebeet Pflanzengesellschaften, die sich gegenseitig helfen? Dieses Thema greift ein NABU-Seminar im Mitmach- und Erlebnisgarten MEGa auf dem Hartmannshof auf. Referent Boris Reinsch aus Brake stellt die Anbaumethode MIlpa vor. Dann erfahren die Teilnehmenden im Beet auf dem MEGa in der Praxis, wie sie auch in Norddeutschland umgesetzt werden kann.

 

Die Milpa ist ein viele Jahrhunderte altes Landwirtschaftssystem, das von den Maya in Mittelamerika bis heute betrieben wird. Angebaut werden Mais, Bohnen und Kürbisse. Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe, die Bohnen liefern dem Mais Stickstoff und die großen Kürbisblätter schützen den Boden vor dem Austrocknen.

 

Das Seminar beginnt um 15 Uhr und endet um etwas 17.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Teilnehmenden werden um eine Kostenbeteiligung von fünf Euro gebeten.

 

 

Bild: Die Maya passen die Maissorten den lokalen Gegebenheiten an. Das sichert genetische Vielfalt.

 

Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel"

Wie entwickelt sich die Zahl der Vögel, die sich im Winter in Gärten und Parks aufhalten? Um das herauszufinden, ruft der NABU alle Naturliebhaber zur großen Zählaktion zwischen dem 5. und 7. Januar auf. Das Meldeformular gibt es online unter www.stundederwintervoegel.de. Unter den Teilnehmern werden wertvolle Preise verlost.

„Bei der Aktion im vergangenen Jahr haben bundesweit 120.000 Vogelfreunde mitgemacht. Insgesamt gingen Meldungen aus 85.000 Gärten und Parks mit über zwei Millionen gezählten Vögeln ein“, informiert Roland Meyer, Vorsitzender des NABU Rotenburg. Der Haussperling ergatterte dabei den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Blaumeise, Feldsperling und Amsel. Nun erhofft sich der NABU auch 2018 wieder eine rege Beteiligung. „Denn je größer die Teilnehmerzahl ist, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse“, sagt Meyer.

Ziel der Zählerei ist es, einen breiten Überblick gerade über das Vorkommen von Allerweltsvögeln zu gewinnen. Über deren Bestand liegt nämlich manchmal weniger Material vor als über Seltenheiten. Außerdem können Informationen über kurzfristige Besonderheiten und über langfristige Änderung von Zugverhalten gewonnen werden: Bleiben vermehrt klassische Zugvögel das ganze Jahr bei uns? Wie viele Wintergäste aus Nord- und Osteuropa – etwa Bergfinken, Rotdrosseln und Seidenschwänze – ergänzen derzeit die heimische Vogelwelt? Und wie stark ist der Verwandtschaftsbesuch, den einige hiesige Arten wie Schwanzmeise, Buchfink, Saatkrähe und Dohle aus Skandinavien und Russland erhalten haben?

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus. „Wer mitmachen möchte, muss kein Fachmann sein. Die 35 wichtigsten Arten stellt der NABU mit Bild und Text im Internet vor. Und etwaige einzelne Fehler fallen wegen der hohen Zahl der zu erwartenden Einsendungen statistisch nicht ins Gewicht“, erläutert Meyer.

Die Zählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. „Durch diese Regel werden Doppelzählungen vermieden“, erklärt Meyer. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 16. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort ausgewertet. Zudem ist am 6. und 7. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. Als kleine Belohnung werden unter den Teilnehmenden mehr als 50 Preise verlost. Hauptgewinn ist ein Fernglas der Spitzenklasse.

 

Foto: NABU/Frank Derer

Das Jahresprogramm 2018 ist da

Das Jahresprogramm 2018 des NABU Rotenburg ist da. Es ist noch etwas bunter als in den Vorjahren. Teilnehmende können die Blume des Jahres kennenlernen oder erleben, was Wegeseitenränder so wertvoll macht. Es gibt die Möglichkeit, einen Kettensägen-Schein zu erwerben oder selber beim Naturschutz mit anzupacken.  Auch eine Fahrt zum Otterzentrum nach Hankensbüttel wird angeboten sowie ein Spaziergang für die ganze Familie in der Natur. Bei rund 40 Veranstaltungen über das Jahr verteilt findet jeder Naturfreund bestimmt das eine oder andere Angebot, das ihn interessiert.

Mitglieder des NABU Rotenburg haben das Programmheft bereits zugesandt bekommen. Jetzt liegt es auch in Rathäusern, Sparkassen und Volksbanken in den Gemeinden im Südkreis Rotenburg aus. Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Jahresprogramm als pdf hier herunterzuladen.

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Weihnachtsoratorium mit Thomas Posth

Drei unvergessliche Benefizkonzerte zugunsten des NABU-Mitmach- und Erlebnisgartens (MEGa) auf dem Hartmannshof hat es schon gespielt -- jetzt kommt das Sinfonieorchester der Universität Hamburg zusammen mit seinem Chor und Leiter Thomas Posth wieder nach Rotenburg. Gemeinsam führen die 130 jungen Musikerinnen und Musiker das Weihnachtsoratorium (Kantaten 1 bis 3) von Johann Sebastian Bach auf. Die Soli übernehmen Kerstin Dietl (Sopran), Hanna Szperalski (Alt), Joscha Eggers (Tenor) und Carsten Krüger (Bass).

 

"Wir freuen uns sehr, dass die Musiker und Thomas Posth so gern zu uns nach Rotenburg kommen", sagt Roland Meyer, 1. Vorsitzender des NABU Rotenburg. Dieses Mal findet das Konzert allerdings nicht in der allseits beliebten Scheune auf dem Hartmannshof statt, sondern in der Rotenburger Stadtkirche. "Für ein Scheunenkonzert ist der Dezember nicht der richtige Monat", begründet Meyer die Entscheidung. Er ist sich aber sicher, dass die jungen Musiker unter ihrem charismatischen Dirigenten die Zuhörer mit ihrer frischen, sympathischen Art und ihrem hohen Können in ihren Bann ziehen werden.

 

Ausrichter der Veranstaltung sind die Rotenburger Werke. Das Konzert findet statt am Sonnabend, 16. Dezember, um 19 Uhr in der Stadtkirche Rotenburg. Karten gibt es für 20 Euro, ermäßigt zehn Euro, in der Buchhandlung Müller in Rotenburg. Den Erlös verwendet das Orchester für eine im nächsten Semester geplante Konzertreise.